Jobbik-Strafanzeigen in Zusammenhang mit "Panama Papers"

László Boldai - hier noch in heiterer Stimmung im ungarischen Palament, inmitten seiner schlafenden Parteigenossen (Foto: barikad.hu / alfahir.hu)

In Ungarn legte der frühere Schatzmeister der heute oppositionellen Sozialistischen Partei (MSzP), László Boldvai, alle Parteiämter nieder und verließ die MSzP, weil seine Frau laut den „Panama Papers“ über zwei nicht deklarierte Offshore-Firmen auf der Pazifikinsel Samoa und ein Konto in Zürich verfügte.

Die große ungarische Oppositionspartei Jobbik erstattete gegen die ungarischen Verdächtigen aufgrund der jüngsten „Panama Papers“-Enthüllungen Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft. Der Jobbik-Abgeordnete György Szilágyi erklärte dazu, dass sowohl der ehemalige Fidesz-Abgeordnete Zsolt Horváth wie auch der ehemalige sozialistische Abgeordnete László Boldvai in Vorwürfe verwickelt seien, in missbräuchlicher Weise Finanztransaktionen über Offshore-Gesellschaften abgewickelt zu haben. Die Jobbik verlange eine Untersuchung durch die Strafverfolgungsbehörden. Szilágyi betonte zudem, dass sowohl die Regierungspartei Fidesz wie auch die sich heute in Opposition befindlichen Sozialisten in den vergangenen 26 Jahren „in gleicher Weise das Land ausgeraubt“ hätten, indem sie aus Steuergeldern Geschenke an ihre „Kumpel“ verteilten.

Quellen: http://dailynewshungary.com/offshore-scandal-hungarians-are-also-involved/, http://alfahir.hu/a_szocialista_boldvai_laszlo_az_elso_aki_belebukott_az_offshore_botranyba