Ungarn/​Slowakei: Polizei hebt internationalen Schlepperring aus

Fotoquelle: police.hu / custodela.club

Wie die unga­ri­sche Polizeidirektion bekannt­gab, wurde in einer gemein­sa­men Aktion der Polizeibehörden meh­rere Länder eine inter­na­tio­nal ope­rie­rende Schlepperorganisation aus­ge­ho­ben.

Gegen den slo­wa­ki­schen Staatsbürger Jozef S. und seine Komplizen besteht begrün­de­ter Verdacht, im Rahmen einer kri­mi­nel­len Organisation Menschenhandel betrie­ben zu haben.

Die Schlepperorganisation bestand aus 19 Personen, dar­un­ter slo­wa­ki­sche und afgha­ni­sche Staatsbürger, wel­che ille­gale Einwanderer von Griechenland aus über Bulgarien und Serbien nach Ungarn schmug­gel­ten. In Ungarn wur­den die ille­ga­len Einwanderer in Mietshäusern „ver­steckt“, um von dort aus bei pas­sen­der Gelegenheit ihre Weiterreise nach Westen anzu­tre­ten.

Die Schlepper nutz­ten ihre Kontakte, um Menschen in Flüchtlingslagern zu rekru­tie­ren und sie gegen Entrichtung hor­ren­der Schleppergebühren nach Österreich und Deutschland zu trans­por­tie­ren. Zu die­sem Zweck wur­den zahl­rei­che Reiserouten „erschlos­sen“. So wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr 17 ver­schie­dene Routen aus­pro­biert und pro geschlepp­ter Person min­des­tens 400–600 Euro kas­siert.

In einer koor­di­nier­ten Aktion konnte die Polizei nun­mehr in vier Ländern – Ungarn, Slowakei, Österreich und Deutschland – meh­rere von der Schlepperorganisation enga­gierte Fahrzeuglenker ding­fest machen.

Quelle: ujszo​.com, cus​to​dela​.club

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