Norbert Hofer: Zugang zu Bargeld wird weiter erschwert

Norbert Hofer (Foto: Franz Johann Morgenbesser / Wikimedia CC 2.0)

Finanzminister und Konsumentenschutzminister sind gefordert, Verbot der Bankomat-Gebühr durchzuset­zen

„Bankomatgebühren sind jetzt also Realität. Als erster Bankomatbetreiber ver­rech­net die US-amerikanis­che Firma Euronet eine Gebühr von 1,95 Euro pro Bargeldabhebung in Österreich. Damit soll ganz offen­sichtlich die Bargeldabschaffung durch die Hintertür beschle­u­nigt wer­den“, kri­tisiert der frei­heitliche Bundespräsidentschaftskandidat und Dritte Präsident des Nationalrates Ing. Norbert Hofer.

„Völlig unbe­friedi­gend ist dabei nicht nur der Umstand, dass die gebührenpflichti­gen Bankomaten nicht gekennze­ich­net sind, son­dern auch die Reaktion von Finanz- und Konsumentenschutzminister, die sich zu wenig an den Interessen der Österreicher ori­en­tieren. Immerhin beheben nach Umfragen eines Bankinstitutes rund 94 Prozent der Bevölkerung regelmäßig Geld von Bankomaten“, bemerkt Hofer.

Dass diese Gebühr wieder ein­mal Menschen mit geringem Einkommen beson­ders tre­ffe, liegt auf der Hand, denn auch bei der Behebung von Kleinbeträgen falle die Gebühr an. Für eine Tätigkeit, die von den Kunden selbst durchge­führt werde, auch noch Geld zu einzuheben, sei jeden­falls nicht zu akzep­tieren. Hofer: „Ich kann daher nur allen Kunden nur raten, nicht bei den betr­e­f­fenden Geldausgabeautomaten ihr Bargeld zu beheben.“

„Neben der geplanten Abschaffung des Bargeldes wird nun auch eine Bankomatgebühr einge­hoben, damit wird der Zugang zu Bargeld weiter erschw­ert. Jetzt braucht es einen nationalen Schulterschluss, das Recht auf den Gebrauch von Bargeld in der Verfassung festzuschreiben, und überdies ein Verbot von Gebühren bei der Geldbehebung am Automaten. Hier erwarte ich mir vom Finanz- und Konsumentenschutzminister, dass sie sich ganz klar hin­ter die Kunden stellen“, fordert Hofer, der in dem Zusammenhang auf seine Petition zur „Schaffung eines Bundesverfassungsgesetzes über die Freiheit zur unbeschränk­ten Verwendung von Bargeld im Zahlungsverkehr“ hin­weist, die bere­its über 30.000 Menschen unter­stützt haben.

Quelle: APA/OTS-Aussendung des Freiheitlichen Parlamentsklubs vom 13.7.2016

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