Jetzt auch in Österreich: Zwangsgebühren für jeden Haushalt

Von Werner A. Prochazka (Schriftsteller, Wien)

Wie Dr. Thassilo Wallentin in seinem jüngsten Beitrag in der Kronen-Zeitung (siehe Beitragsbild) schreibt, sollen Zeitungen, die zwar wenig Leser, aber „politisch korrekte Inhalte“ haben oder sich „wohlverhalten“, staatliche Förderungen von 35 Millionen Euro (statt bisher „bloß“ 8,5 Millionen Euro) erhalten. Eh klar: der „Staatsrundfunk“ ORF, Printmedien und alle andere Foren, die von öffentlichen Geldern leben, verbreiten selbstverständlich die Meinung ihrer Herren (Geldgeber). Und genau das kreidet Dr. Wallentin ihnen in seinem Artikel an. Es wird nicht mehr eine halbe Wahrheit verbreitet, sondern es werden offen Tatsachen verschwiegen. Also ganz gezielt gelogen. Und dafür, für diese gezielte Manipulation, soll der Bürger auch noch zahlen. Das ist ein Skandal. Die „Volkstimme“, die „Arbeiterzeitung“ und sämtliche anderen Parteimagazine sind eingegangen. Warum? Niemand, nicht einmal die Anhänger dieser politischen Bewegungen wollten weiter indoktriniert werden. Dasselbe gilt für den ORF und sämtliche staatlich subventionierten Medien heute auch. Nur sie sterben nicht, weil man sie mit immer mehr Subventionsgeldern unterstützt, um „politisch-korrekte Berichterstattung“ zu ermöglichen, im Klartext: gezielte DESINFORMATION und MANIPULATION.

Abgesehen davon, dass es in Österreich einen „Medien-Minister“ gibt – wie viele Ministerien haben wir eigentlich? – will man jetzt neben den bisherigen Zwangsgebühren für den ORF auch solche für (private!?) Zeitungen einführen. Und zwar für jeden Haushalt und selbst dann, wenn man weder das eine noch das andere konsumiert. Das kann nur bedeuten, dass die Einnahmen durch den Zeitungsverkauf drastisch zurückgegangen sind, wie das auch schon vor einigen Wochen Dr. Andreas Unterberger während eines Vortrages ausgeführt hat, und dass die Einschaltquoten des ORF ebenso schrumpfen. Die Presseförderung von 8,5 Millionen auf 35 Millionen Euro zu steigern und dann auch noch Zwangsgebühren bei jedem Haushalt einheben zu wollen, ist ein wirklich starkes Stück. Geht es nach mir, würde ich gerne einen einmaligen Anteil für die notwendigen Maßnahmen entrichten, um die ORF-Zentrale auf dem den Küniglberg und alle anderen ORF-Einrichtungen fachgerecht zu entsorgen. Für Zeitungen will ich generell nichts zahlen, auch nicht für politische Parteien und schon gar nicht für irgendwelche Staatskünstler, die an irgendwelchen staatlich geförderten Bühnen ihr Unwesen treiben. Sollen sie sich erhalten durch Abonnements, Mitgliedbeiträge, freiwillige Spenden, Werbung. Es muss einfach ein Ende haben mit der staatlichen Subventionitis, mit „geschützen Werkstätten“ und sonstigen Nutznießern solchen Missbrauchs!

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Mehr über Werner A. Prochazka und sein schriftstellerisches Werk erfahren Sie auf seinem Blog http://www.w-prochazka.at/ und auf seiner Facebook-Seite https://www.facebook.com/profile.php?id=100000473221303