Südtirol: Recht auf Gebrauch der Muttersprache einfordern!

Walter Blaas (Foto: Freiheitliche)

Das Dekret des Präsidenten der Italienischen Republik vom 15. Juli 1988, Nr. 574, veröf­fentlicht am 8. Mai 1989, schützt den Gebrauch der Muttersprache. Sämtliche Teile der öffentlichen Verwaltung, der Justiz und der Polizeikräfte in Südtirol müssen sich an die Gleichstellung der Sprachen hal­ten. Der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas will das Recht für die Bevölkerung gewahrt wis­sen und fordert mehr Sensibilität beim Minderheitenschutz.

„Den Verweis auf das Dekret des Präsidenten der Republik vom 15. Juli 1988, Nr. 574, sollte sich jeder Bürger, der sich auf den Gebrauch der Muttersprache beruft, verin­ner­lichen“, emp­fiehlt der Freiheitliche Obmann und Abgeordnete zum Südtiroler Landtag ein­lei­t­end. „Wir Südtiroler haben das ver­briefte Recht die jew­eilige Muttersprache im Verkehr mit den Organen und Ämtern der öffentlichen Verwaltung und Körperschaften, den Gerichten und Polizeibehörden zu ver­wen­den. Jeder Südtiroler hat das Recht auf eine öffentliche Verwaltung zu tre­f­fen, die der Landessprachen mächtig ist“, unter­stre­icht Walter Blaas.

„Nur der uner­müdliche Einsatz für die errun­genen Rechte schützt die deutsche und ladinis­che Minderheit“, erk­lärt Blaas, denn es sei keine Selbstverständlichkeit die Muttersprache benutzen zu dür­fen.

„Alle öffentlichen Einrichtungen, die ihren Sitz in der Provinz Bozen haben oder einer regionalen Zuständigkeit nachge­hen, müssen dieser Verpflichtung nachkom­men“, so der Freiheitliche Landesparteiobmann, „und deshalb sind Ausnahmen und Weigerungen aus­geschlossen. Eine gesellschaftliche Verankerung dieses Grundsatzes wäre eine Möglichkeit der Missachtung des­sel­ben vorzubeu­gen und die zuste­hen­den Rechte einzu­fordern.“

„Der regieren­den SVPD-Mehrheit man­gelt es an Sensibilität hin­sichtlich der Autonomiebestimmungen zum Schutz der Minderheiten“, unter­stre­icht Blaas und ver­weist auf die CLIL-Experimente und die Gefahren der ille­galen Masseneinwanderung. „Hinzu kommt, dass viele Internetauftritte von öffentlichen Einrichtungen nur in ital­ienis­cher Sprache vorge­fun­den wer­den. Gemäß den Autonomiebestimmungen wäre eine entsprechende Übersetzung oder eine deutsche Version der Internetauftritte von Nöten“, unter­stre­icht Blaas abschließend.

 

Quelle: Pressedienst der Südtiroler Freiheitlichen vom 31.08.2016

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