Orbán: EU soll statt Türken den Bulgaren beim Schutz der Außengrenze helfen

Viktor Orbán und Bojko Borissow (Fotoquelle; visegradpost.com)

Der Schutz der Grenzen Bulgariens sei ein gemein­sa­mes Interesse „von uns allen“, erklärte der unga­ri­sche Premierminister Viktor Orbán nach einem Besuch der bul­ga­ri­sch-tür­ki­schen Grenzregion gemein­sam mit Bulgariens Premier Bojko Borissow.

Wie Orbán im Zuge einer impro­vi­sier­ten Pressekonferenz vor dem bul­ga­ri­schen Grenzzaun erklärte, werde Europas Zukunft nicht in Brüssel ent­schie­den, son­dern an sei­nen Grenzen.

Die EU „küm­mert sich wenig“ um Bulgarien, so Orbán, und for­derte zugleich eine Änderung die­ser Politik, indem man Bulgarien Unterstützung gewäh­ren müsse.

Er wies fer­ner dar­auf hin, dass die Visegrad-Vier-Gruppe (Polen, Tschechische Republik, Slowakei und Ungarn) ver­ein­bart hätte, Bulgarien zu hel­fen. Es sei nicht fair, dass Bulgarien allein die Hauptlast des Grenzschutzes zu tra­gen habe. Bulgarien „schütze sich nicht nur sel­ber, son­dern auch alle ande­ren“.

Orbán wört­lich: „Wenn wir 3 Milliarden Euro den Türken geben kön­nen, die keine EU-Mitglieder sind, sollte es mög­lich sein, auch Bulgarien, einem voll­wer­ti­gen EU-Mitgluied,160 Millionen Euro Unterstützung zu gewäh­ren.“

Orbán war­ned against EU mem­ber sta­tes under­mi­ning each other’s bor­der pro­tec­tion efforts and cal­led for an agree­ment on a sou­thern European bor­der line to pro­tect jointly. He said all EU mem­ber sta­tes, inclu­ding Greece, must reins­tate the Schengen rules in November.

Orbán warnt davor, dass die EU-Mitgliedstaaten gegen­sei­tig ihre Grenzschutzbemühungen unter­gra­ben und for­derte eine Einigung über den gemein­sa­men Schutz der süd­eu­ro­päi­schen Grenzen. Es sei die Pflicht aller EU-Mitgliedstaaten, dar­un­ter auch Griechenlands, die Schengen-Regeln ab November wie­der in Kraft zu set­zen.

Quelle: unga­ri­sche Nachrichtenagentur MTI, 15.09.2016

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