Maximilian Krah tritt aus der CDU aus: „Es ist vorbei. Der Kampf ist aussichtslos“

Bildquelle: kathstern.net

Paukenschlag in Dresden: Dr. Maximilian Krah gab seinen Austritt aus der CDU bekannt und fordert gleichzeitig (noch) aktive CDUler auf, ihm zu folgen. Wir geben seinen Aufruf ungekürzt wieder:

CDU-AUSTRITT. ZEIT ZU GEHEN.

Die Idee der Christdemokratie ist bestechend: demokratis­che Willensbildung, durch die christliche Ethik mod­eriert. Ergänzt um bürg­er­liche Tugenden, ent­stand eine poli­tis­che Bewegung, die sel­ten hip, styl­ish und trendy, aber zumeist vernün­ftig, mod­erat und aus­gle­ichend war. Die Christdemokratie hat es mit diesem Programm ver­mocht, die ver­schiede­nen poli­tis­chen und ökonomis­chen Entwicklungen der ver­gan­genen Jahrzehnte so zu inte­gri­eren, dass sie für die Entwicklung des Landes oft bere­ich­ernd, sel­ten schädlich wur­den. Sie war zumeist Motor einer kon­tinuier­lichen Entwicklung, zumin­d­est aber kleineres Übel.

Nun ist die CDU das Übel. Es begann bere­its 2011 mit einer Energiewende, bei der rot-grüne Politik nicht abgemildert und ökonomisch unschädlich gemacht, son­dern sogar noch ver­schärft und der mit­tel­fristige Ausstieg durch eine Flucht aus der Kernenergie ersetzt wurde. 2013 ließ sich die CDU sozialpoli­tis­che Forderungen der SPD in einem Ausmaß in den Koalitionsvertrag dik­tieren, wie es dem Wahlergebnis nicht gerecht wurde. Gefolgt von dem Versenken von Milliarden deutscher Steuergelder in Griechenland, um ein Land im Euro zu hal­ten, das dafür offen­sichtlich nicht fit ist.

Das alles war aber nur ein Vorgeschmack auf die Entscheidung, eine unkon­trol­lierte, mil­lio­nen­fache Masseneinwanderung zuzu­lassen, haupt­säch­lich von ger­ing qual­i­fizierten jun­gen Männern aus islamis­chen Staaten.

Nach ihrem Grundsatzprogramm und ihrem Anspruch will die CDU kon­ser­v­a­tive, lib­erale und christlich-soziale Strömungen unter einem Dach vere­inen. Diese „Willkommenspolitik“ aber ist nicht kon­ser­v­a­tiv, weil sie das Recht bricht und unsere Gesellschaft kul­turellen, sozialen und ökonomis­chen Verwerfungen aus­setzt. Sie ist nicht lib­eral, weil sie in unser freies, offenes Land rück­ständige bis mit­te­lal­ter­liche Wertvorstellungen, Frauen- und Gesellschaftsbilder importiert. Sie ist nicht ein­mal christlich oder sozial, weil sie Schutz und Hilfe nicht denen gewährt, die sie am nötig­sten brauchen, son­dern denen, die die stärk­sten Ellenbogen haben, um sich nach Deutschland durchzuschla­gen – und das Geld, den Schlepper zu bezahlen.

Deutschlands Charakter als europäis­ches, lib­erales, friedliches Land steht auf dem Spiel. Es ist auf dem Weg, unsicherer, ärmer, unsol­i­darischer und rück­ständi­ger zu wer­den. Die Verantwortung für diese Politik und alle ihre Konsequenzen liegt let­ztlich allein bei der CDU und ihrer Vorsitzenden Angela Merkel, die diese Politik durchge­setzt hat.

Die Wähler haben das ver­standen. Die CDU ver­liert mit­tler­weile bei jeder Landtagswahl, meist drama­tisch. Sie liegt in Mecklenburg-Vorpommern hin­ter der AfD, ist in ihrem Stammland Baden-Württemberg nur mehr Juniorpartner der Grünen und erre­icht in den Metropolen keine 20 Prozent mehr.

Die Mitgliederbasis der CDU ist nach wie vor intakt; es sind viele engagierte, aktive und großmütige Parteifreunde, die der Partei treu bleiben, weil sie die Chance sehen, inner­halb der CDU etwas zu verän­dern. Durch die Übernahme von Parteiämtern, Kandidaturen zu Parlamenten und öffentliche Stellungnahmen, so denken sie, lässt sich der ver­häng­nisvolle Kurs kor­rigieren und die Idee der Christdemokratie ret­ten. Diese Bemühungen sind aller Ehren wert.

Aber sie sind aus­sicht­s­los. Die Masse der Funktionäre ist von der Mitgliederbasis wie vom Volk völ­lig entkop­pelt. Diese Funktionäre ori­en­tieren ihre Politik an den poli­tis­chen und medi­alen Eliten statt an denen, die zu repräsen­tieren sie gewählt sind. Neun Minuten Standing Ovations für Angela Merkel auf dem let­zten Bundesparteitag waren ein Aufstand der Funktionäre gegen die Basis.

Mit ihnen und mit dieser Bundesvorsitzenden wird es keinen Kurswechsel geben. Sie ignori­eren, dass die CDU eine Wahl nach der anderen ver­liert. Sie ignori­eren, dass die europäis­chen Nachbarn und Partner sich von Deutschland abwen­den. Sie ignori­eren, dass die Schwesterpartei CSU diese desas­tröse Migrationspolitik nicht mit­trägt. Wenn aber weder das Volk noch die europäis­chen Partner und auch nicht der bay­erische Ministerpräsident eine Korrektur her­beizuführen ver­mö­gen, wie soll es dann den einzel­nen Mitgliedern gelin­gen?

Mit der Entscheidung der Bundesvorsitzenden, trotz der Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin an ihrer Politik der offe­nen Grenzen festzuhal­ten und Obergrenzen für Zuwanderung abzulehnen, muss jedem, der aus christ­demokratis­cher Überzeugung und demokratis­chem Patriotismus in der CDU für eine andere Politik stre­itet, eines klar sein: Es ist vor­bei. Der Kampf ist aus­sicht­s­los. Er ist nur mehr ein Feigenblatt für eine Politik, die seinen Werten und Interessen wider­spricht.

Es ist Zeit, zu gehen: cdu-austritt.jimdo.com/ich-auch/

 

Quelle: kathstern.net/2016/09/19/maximilian-krah-tritt-aus-der-cdu-aus-es-ist-vorbei-der-kampf-ist-aussichtslos/

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