Bosnien – das erste mehrheitlich muslimische Land in der EU?

Die sogenannte Kaisermoschee an der Miljacka in Sarajevo. - Foto: Julian Nitzsche / Wikimedia CC 3.0

Vor kurzem gab die EU grünes Licht für die Prüfung des Beitrittsantrags von Bosnien-Herzegowina. [1]

Verhandlung ist zwar noch kein Beitritt, jedoch müssen schon hier die grundle­gen­den Voraussetzungen für ein gelun­ge­nes Zusammenleben unter­schiedlicher Kulturen genau über­prüft wer­den. Und ger­ade hier liegen schon die ersten Probleme.

Bei den Grundfreiheiten ist speziell der freie Personenverkehr umstrit­ten, genauso wie die Demokratie, so wie wir sie in Europa ver­ste­hen, da die Voraussetzung für Synergie in der Wertegemeinschaft der christlichen Kultur ein­fach fehlt. Bosnien-Herzegowina ist näm­lich größ­ten­teils (mehr als 50%) vom Islam geprägt und von Sarajevo wird der salafistisch geprägte Islam immer stärker nach Europa getrieben.

Dr. Peter Hammond [2] hat in einer Langzeitstudie schon nachgewiesen, dass mit dem steigen­den Anteil der Muslime in einem nicht­mus­lim­is­chen Land die Verfolgung ihrer ide­ol­o­gis­chen Ziele über­pro­por­tional steigt, was let­ztlich im Bürgerkrieg resul­tiert.

Wenn man die Resultate der gesellschaftlichen Entwicklung in Bosnien-Herzegowina betra­chtet, wird schnell sicht­bar, dass es sich um ein umge­lenk­tes Problem der man­gel­nden Werteübereinstimmung inner­halb des Landes han­delt.

Die Bosniaken stellen einen poli­tisch-ide­ol­o­gis­chen Aspekt als Sinngemeinschaft in den Mittelpunkt: „Bosnien-Herzegowina macht keine Fortschritte auf dem Weg in die EU – das Vakuum füllen autoritäre und radikal-mil­i­tante Ideologien. Viel Streit, viel Nationalismus aber keine Perspektive“. [3]

Das Schönschreiben der örtlichen Presse (etwa SarajevoTimes.com) erscheint als Teil von Verlagerung der Problemerklärung und „sich als Opfer darzustellen“. Hier gilt die grundle­gende Aussage von Raymond Ibrahim (Director, Middle East Forum): „Wer Islam und Muslime ver­ste­hen will, muss zuvor Taqiyya ver­ste­hen.“ [4]

Unklare politische Verhältnisse in Bosnien

Die Präsidentschaft Bosniens ist dreigeteilt und der Vorsitz des Staatspräsidiums wech­selt alle acht Monate zwis­chen:

  • Bakir Izetbegović (bosni­akisch-mus­liemisch)
  • Mladen Ivanić (ser­bisch-ortho­dox)
  • Dragan Čović (kroat­isch-katholisch)

Bosnien-Herzegowina erscheint somit eher als eine poli­tis­che Union (ähn­lich der EU), in der jede Volksgruppe einen Präsidenten stellt, ohne dass es jedoch eine durchge­hende parteipoli­tis­che Landschaft gibt.

Statt der Parteien bes­tim­men die jew­eili­gen Religions-ide­ol­o­gis­chen Gruppen der Region, wo sich eine Mehrheit bildet und somit bes­tim­men kann.

bihDie meis­ten Einwohner wer­den formell einer der drei großen Religionsgemeinschaften zugerech­net. Nach dem Zensus 2013 sind das: [5]
Muslime (genannt Bosniaken) 50 ‚7 %, (1991 42,8 %)
ser­bisch ortho­doxe Christen 30,7 %, (1991 30,1 %)
kroat­is­che katholis­che Christen 15,2 %, (1991 17,6 %) .
Agnostiker 0,3 %, Atheisten 0,8 %.
2,3 % gehören anderen Gruppen an (Protestanten etc.), gaben keine Zugehörigkeit an, oder gaben keine Antwort.

Latente Konflikte

Friede ist ein innerer Zustand und nicht die Abwesenheit von Krieg. Die laten­ten Konflikte Bosniens sind hinge­gen in der Struktur der Religionen ver­haftet und das Land erscheint somit poli­tisch inho­mogen.

Während Bosnien große Hoffnungen auf die EU und ihre Fördermittel setzt, um die Unzufriedenheit im Lande zu ver­ringern, ist es nicht unwahrschein­lich, dass seine inneren Konflikte nach einem Beitritt auf die anderen EU-Länder über­greifen.

Auf der anderen Seite hän­gen Sozialkapital und Investitionsbereitschaft der Industrie in Bosnien, also die Basis für einen wirtschaftlichen Aufbau, vom sozialen Frieden des Landes ab.

Bosnische Zustände zeigen sich bereits in Österreich

Und zwar vor allem auf lokaler Ebene, zum Beispiel in Vöcklabruck (Oberösterreich), wo die Bevölkerung über län­gere Zeit Gelegenheit hatte, ein­schlägige Erfahrungen mit dort ansäs­si­gen bosnis­chen Muslimen salafistis­cher Prägung zu sam­meln. Inzwischen gibt es auch einen Schiitischen Verein im Bezirk, der sich davon abspal­tete. Die Bürgerinitiative und Interessensgemeinschaft ekiw.com, welche seit Jahren die Forderung „Kein Moscheebetrieb in einer Wohnsiedlung“, sowie die Wiederherstellung der Wohnqualität der heimis­chen Bewohner der Siedlung erhebt, lanciert daher auch den „Einspruch gegen eine Aufnahme von Bosnien-Herzegowina in die EU“ und stellt mehrere Argumente war­nend in den Raum:

Entstehen von Parallelgesellschaften zerstört das Sozialkapital

Eine Bedingung des Wohlstands in Europa der Nachkriegszeit lag in den homo­ge­nen Gesellschaften in Europa, die sich mit demokratis­chen Werten und Sinngemeinschaft iden­ti­fizierte und die auf eine bessere Zukunft für sich und die Kinder hof­fen kon­nte. Ironischerweise tru­gen dazu auch die eth­nis­chen Säuberungen nach den bei­den Weltkriegen bei. Derzeit kennze­ich­net Europa eine gegen­läu­fige Entwicklung. Jedoch Während bosnis­che Kroaten (Katholiken) und bosnis­che Serben (ortho­doxe Christen), aber auch nich­tor­gan­isierte gebildete Muslime nach dem Jugoslawienkrieg in Europa längst inte­gri­ert sind, bauen 20 Jahren danach die organ­isierten bosnis­chen Muslime weit­er­hin ihre Parallelgesellschaft aus; sie fol­gen damit einer alten islamis­chen Tradition und zeigen kein Interesse, sich in die öster­re­ichis­che, christlich geprägte Gesellschaft mit ihrem Wertesystem zu inte­gri­eren.

parallelgesellschaft

Latente Gewaltbereitschaft

Die latente Gewaltbereitschaft erscheint durch die Ideologie der organ­isierten Muslime gestützt. Beispiel: der „Bosnisch-Österreichische-Kulturverein Vöcklabruck“, dessen Vorgangsweise, Gebäudeobjekte in einer Wohnsiedlung ohne Benutzungsbewilligung und mit Angabe falscher Nutzungsabsicht zu erwer­ben, um über Jahre ille­gal eine Moschee zu betreiben und danach mehrere Verfahren vor dem oberöster­re­ichis­chen Landesverwaltungsgericht zu führen, erk­lärt mehr als tausend Worte. Solche „Taqīyya“ [5] hat erhöhten Behördenaufwand mit entsprechen­der Polizeipräsenz zur Folge, d.h. auch ein mehr an Kosten für die Gesellschaft.

Warum kehren Bosniaken nicht zurück in ihre Heimat?

Wenn man Bosnien-Herzegowina für Europa fit machen will, sollte man annehmen, dass Bosniaken ihre Erfahrungen aus Europa in ihre Heimat brin­gen und dort anwen­den. Wenn jemand sich nicht in Österreich oder in der EU inte­gri­eren will, wäre es nahe­liegend, mit dem hier ange­sam­melten Know-How in die Heimat zurück zu kehren. Es ist jedoch beze­ich­nend, dass nach dem Bosnien-Krieg kaum Bürger jener Ethnie, welche die Mehrheit im Lande innehat, in ihre Heimat zurück­gekehrt sind. Für den wirtschaftlichen Aufbau von Bosnien sind Managementkapazitäten von Menschen gefordert, welche Erfahrungen im Westen gesam­melt haben und die bereit sind, die Führung in der Heimat zu übernehmen. Auf der anderen Seite ist Bosnien eng mit Saudi-Arabien befre­un­det und wird von dort aus mit Investitionsprogrammen unter­stützt. Zugleich erscheint ein ide­ol­o­gis­ches Ziel ver­folgt, näm­lich die Verbreitung von wahab­bitisch-salafistis­chen Strömungen, über Bosnien Einfluß in Europa zu gewin­nen.

Schlussfolgerung

Europa ist zwar im Laufe der Geschichte mit mehreren Ideologien fer­tig gewor­den, doch dem poli­tis­chen Islam mit Beliebigkeit die Freiheit zu gewähren, schafft nur neue und größere Konflikte. Die Basis des poli­tis­chen Islams (bosnisch: Džemat) ist mil­i­tant angelegt und an der Gewaltbereitschaft auch in Zentraleuropa immer deut­licher erkennbar.
Bosnien-Herzegowina muss daher zuerst selbst mit dem Salafismus fer­tig wer­den, bevor es mit anderen Kulturen in Europa friedlich leben und kooperieren kann. [6]

[1] diepresse.com/home/politik/eu/5088325/EU-gibt-grunes-Licht-fur-Prufung-von-Bosniens-Beitrittsantrag
[2] unser-mitteleuropa.com/wp-content/uploads/2016/07/Muslime-Verhalten-nach-Bevölkerungsanteil.pdf
[3] www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europaeische_union/836337_Viel-Streit-viel-Nationalismus-aber-keine-Perspektive.html

Bosnien und Herzegowina – Wikipedia

Bosnien und Herzegowina liegt im Übergangsgebiet zwis­chen mediter­ranem und kon­ti­nen­talem Klima. Die Winter kön­nen sehr kalt wer­den und Temperaturen bis zu -20 Grad Celsius sind keine Seltenheit. Die Sommer sind über­wiegend sehr heiß und es kann mit üblichen Temperaturen von 30 °C bis zu fast 40 °C gerech­net wer­den.


[4] www.meforum.org/2527/krieg-frieden-und-taeuschung-im-islam
[5] kurier.at/politik/ausland/bosnien-herzegowina-ein-wahhabiten-stuetzpunkt-in-europa/172.829.182 ; zum Taqīyya­ Prinzip vgl. Sure 3:28: „Die Gläubigen sollen sich nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Freunden nehmen“; vgl. ferner Anmerkung [4]
[6] Vgl. Michael Ley: Wie viel Reform braucht der Islam? diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/1437721/Wie-viel-Reform-braucht-der-Islam

Als Referenzadresse kann www.ekiw.com die oben ange­führten Argumente mit konkreten Erfahrungen bele­gen.

 

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