Die letzte Rede des ehrlichen Herrn Juncker

Claude Juncker - Foto: Factio popularis Europaea, Wikimedia CC 2.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Ioannes_Claudius_Juncker_die_7_Martis_2014.jpg

Von Dr. rer. nat. habil. T. Bodan

Stellen Sie sich einmal vor, es gäbe eine Technologie mit der man Menschen zwingen könnte die Wahrheit zu sagen.

Stellen Sie sich vor, dass eine Gruppe von Menschen über diese Technik verfügt und sie auf bestimmte, herausragende Personen in der Wirtschaft und Politik anwendet.

Stellen Sie sich vor, diese Technologie ist viel weniger utopisch als Sie denken.

Stellen Sie sich vor, eines dieser – zur Wahrheit gezwungen – Opfer wäre der Herr Juncker.

X – 242h: EU-Parlament – Aktuelle Stunde zum Thema „Flüchtlingskrise = Krise der EU?“

Der kleine Mann mit Brille ging zielstrebig auf das Rednerpult zu. Sein sonst übliches Gehabe, Gegrüße und Getatsche in alle möglichen Richtungen und an allen möglichen und unmöglichen Leuten unterblieb dieses Mal. Der Saal war brechend voll, obwohl auch hier, wie vor wenigen Stunden in Deutschland, niemand eine Sitzung anberaumt hatte. Der kleine Mann kam sofort zur Sache:

„Kollegen Berufspolitiker!“ begann er und am fehlenden Raunen erkannte man auch hier, dass etwas nicht stimmen konnte mit den versammelten Mandatsträgern. Eine solche Anrede hätten sie sich unter keinen Umständen einfach so kommentarlos gefallen lassen. Sie blieben jedoch still, aufmerksam, selbstbestimmt interessiert, aber eben still.

„Ich bin aufgefordert Ihnen mitzuteilen, dass das EU-Parlament aufgelöst wird, dass die Institution EU aufgelöst wird, dass wir – soweit wir uns durch Betrug an den Völkern Europas schuldig gemacht haben – bestraft werden.“

Noch immer rührte sich Niemand. Man sah ängstliche Gesichter, Erstaunen und Spannung, aber man hörte keinen Laut.

*

„Damn, what’s wrong with these guys?“ echauffierte sich viele tausend Meilen entfernt ein mächtiger Präsident, der zusammen mit einigen Beratern und Wissenschaftlern in der Cafeteria eines großen militärischen Forschungskomplexes Platz genommen hatte um diese Rede zu verfolgen.

*

„Wir haben die Menschen der Europäischen Union, ja der ganzen Welt belogen und betrogen. Horden von uns haben nichts als Unsinn, Bürokratie und Schwereien konstruiert und dabei unglaubliche Summen und Privilegien vom Europäischen Steuerzahler eingestrichen. Gut Zehntausend von uns verdienten gar mehr als der Premierminister des vereinten Königreiches und wenn man uns das vorhielt haben wir mit holen Phasen vom „bösen Europa- oder Friedensfeind“ vom „Egoisten, Demagogen“ und „Rechtspopulisten“, ja gar „Nazi“ alle diese berechtigten Argument abgeschmettert. Die Völker hielten und erklärten wir öffentlich für zu dumm diese „GROSSE IDEE von Europa“ überhaupt zu verstehen, geschweigen denn darüber irgendetwas entscheiden zu dürfen. Wenn diese Völker, diese von uns wie unwürdiger Pöbel behandelten Menschen uns dann mit der Wahrheit über uns konfrontierten, prügelten wir mit unserer geballten Medienmacht und Bürokratie auf sie ein, auf dass sie sich nie wieder erholen und hinter ihren Bodenbrettern hervorkriechen würden. Die EU war und ist nichts anderes als der Hort abgehalfterter, unfähiger und unnützer Berufspolitiker, die in ihren jeweiligen Heimatländern selbst mithilfe des Staatsfernsehens nicht mehr publikumsfit dargeboten werden können. Man sehe sich die hier abgeladenen Typen nur an und weiß sofort, dass ich Recht habe. Die EU ist das Schlaraffenland für allerlei überflüssige Journalisten, Bürokraten, Künstler, unfähige Wissenschaftler in Sing-Hüpf-und-Bet-Fächern und Systemschmarotzer sämtlicher Couleur. Ohne die EU gäbe es für all diese, für uns alle also, keinen Platz und keine Möglichkeit in der Gesellschaft irgendeinen sinnvollen Beitrag zu leisten und unsere Einkommen zu bestreiten, denn was können wir schon? Seien wir ehrlich, wir sind allesamt überflüssig. Die Menschen in Europa haben uns nie gebraucht, ebenso wenig wie man einen Bandwurm braucht, einen Schwarm Blutegel oder eine Herde Zecken auf der Haut. Mithilfe der EU aber, konnten wir den Menschen weismachen, dass sie ohne uns nichts sind und dass sie uns verdammt nochmal füttern und versorgen müssen und sei es um des letzten Hemdes Willens, welches Ihnen noch geblieben ist nachdem wir mit unserer Bürokratie, unseren Utopien und unseren Tagträumereien aber auch unserer Gier ihre Wirtschaft und ihre gesunden kleinen Gesellschaften zerstört haben. Wir sind nichts als Schmarotzer und wir gehören abgeschafft und bestraft. Ein einziges Beispiel sollte genügen: So erzählten wir den Menschen, dass sie die EU bräuchten, damit wir für sie tolle Handelsverträge mit anderen mächtigen Spielern des Globus aushandelten. Und in der Tat handelten wir Verträge im Wert von ganzen 7-8 Billionen Euro aus. Wow, oder? Nun, die Schweiz hat aber, ganz ohne solche faulen Schweine wie uns und noch viel weniger Bürokratie, gleich mal Verträge im Wert von 38 Billionen Euro. Außerdem haben wir das winzige Singapur mit 42 Billionen, Südkorea 54 Billionen und das kleine Chile mit gar 60,5 Billionen Euro. Liebe Kollegen, es wird Zeit es zuzugeben, wir sind die größten Scharlatane und Betrüger der Geschichte. Wir haben 500 Millionen Menschen um ihren Wohlstand und ihr Glück betrogen und von dem großen Gedanken der EU als „Vereinte Staaten Europas“ war in jedem von uns nichts als ein egoistisches, kleines Gierschwein übrig, das unser Handeln bestimmte. Mal waren es rein private Gründe – was könnte es Schöneres geben, als auf einem hochdotierten EU-Posten fürs Nichtstun oder gar Unsinn machen bezahlt zu werden – mal wollte man wenigsten für die eigen Landsleute das Maximum herausholen. So war doch klar, was ein Herr Draghi mit den Geldern der deutschen Steuerzahler machen würde, wenn die deutsche Regierung so dämlich ist und ihn lässt. Geben wir es doch zu, die EU ist die Institution die helfen soll Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren. Natürlich wollen oder vielmehr wollten wir dafür sorgen, dass die Steuerzahler der reichen Länder, der Nettozahler der EU, die öffentlichen und privaten Schulden des Südens übernehmen. 12 Billionen Euro sind das und wir bezahlen diese Schulden nicht, weil wir den Menschen im Süden damit einen Gefallen tun wollen, sondern weil wir einzig und allein den unermesslich reichen Gläubigern das von ihnen an den Süden so unverantwortlich geliehene Geld geben würden, indem wir es dem Steuerzahler der reicheren Länder wegnehmen. Statt diese Gläubiger ihre Verluste tragen zu lassen gaben und geben wir ihnen das Geld aus den Töpfen der Steuerzahler der EU. Zu nichts anderem gibt es die EU und ihre absichtlich so verworrenen Strukturen, insbesondere und ganz besonders der sogenannten „Rettungsschirme“, der EZB und der Bankenaufsicht. Was für ein Verrat, was für ein Wahnsinn. Und schnell muss es gehen, denn ein Blick auf die Bevölkerungs- und Finanzstruktur allein Deutschlands genügt um zu erkennen, dass wir nur bis 2018 noch Zeit haben, weil wir die Kuh sonst nicht mehr schlachten können, denn sie wird bald in Siechtum verfallen und elendiglich zugrunde gehen. Noch nie hatten wir aber eine deutsche Regierung, die so dumm und dabei so unverfroren ihr Volk verraten hat, die es mit unsinnigem Müll flutete um es abzulenken und es sogar den Henkern der fürchterlichsten Fanatiker überantwortete nur um die eigenen dummen Utopien durchzusetzen. Noch nie hat es eine deutsche Regierung gegeben, die die Geschicke ihres Volkes und der anderen Länder Europas so unsäglichen Diktatoren wie dem Unhold vom Bosporus in die Hände gelegt hätte. Niemals zuvor hatte eine deutsche Regierung die Völker Europas so derart schutzlos dem Beschuss durch die Hybridwaffe „Flüchtling“ ausgesetzt und die dann frech, frank und frei sich auch noch darüber beklagte, dass einige Länder dieses Europas ihre Völker nicht so ohne weiteres in dieser Form verraten, verleumden und vernichten wollten. Ja auch ich habe hier gemeinsam mit der „Mutter Murkel der Flüchtilanten“ nach der „Solidarität Europas“ gerufen und dabei doch nur boshaft die eigenen Interessen verfolgt. Ja auch ich habe Ungarn attackiert als es sich dem Verteilungswahnsinn und der Umvolkung entziehen wollte. Ja auch ich habe seinen Präsidenten Orban verunglimpft nur um dessen Einfluss im Rest der EU und bei sich zu Hause zu schwächen. Was gibt es Besseres als Flüchtlinge um vom wahren und viel größeren Betrug abzulenken. Und natürlich habe auch ich diese Dummheit der „Großen Mutter“, der „Eywa Europas“, die doch in Wahrheit nur „Das monsterhässliche Fräuleinwunder aus der DDR“ ist, ausgenutzt, wie Sie ja alle wissen oder wissen sollten. So war doch klar, dass ich den oder sagen wir einen bestimmten Posten hier nur angenommen habe, weil ich damit mein eigenes Land auf Kosten aller anderen retten wollte, schlimmer noch, weil ich meine eigenen Fehler, die ich meinem Land als unfähiger Büro- und Technokrat, der ich nun einmal bin, angetan hatte, auf Kosten der anderen Völker Europas zu kompensieren gedachte…

*

„Worüber faselt der da?“ fragte der Präsident viele tausend Meilen entfernt den neben ihm sitzenden Analysten.

„Zeige ich ihnen gleich, Mr. Präsident“, antwortete der Angesprochene und tippte auf seinem Notepad herum. Wenige Sekunden später zeigte er dem Präsidenten folgende Grafik:

die-enteignung-ist-unvermeidlich

„Sehen Sie die kleinen gelben Balken auf der rechten Seite des Diagramms, Mr. Präsident?“

„Meinen Sie die, wo der unterste über die ganze Seite geht? Ja! Was ist damit?“

„Das ist die Pro-Kopf-Verschuldung der Länder der EU.“

„Der Stand ist doch von vorgestern“, erkannte der Präsident schnell.

„Ja, aber die Zahlen sind nur höher geworden. Was aber richtig schlimm ist, ist die Pro-Kopf-Verschuldung von Luxemburg, also der unterste Balken. Mit 1,9 Millionen pro Einwohner ist das Land eigentlich komplett am Ende und das war es schon lange bis…“

„Dieser elende Schweinepriester, dieser schwule Grabscher dieser elende“, fuhr der Präsident schließlich auf, „als Ministerpräsident seines eigenen Landes hat der feine Herr Juncker die anderen in der EU betrogen indem er großen Unternehmen riesige Steuerrabatte gewährte und sie so in sein Land lockte. Weniger als 1% haben diese Unternehmen dort auf die Gewinne gezahlt und…“

„Wenn ich das bemerken darf, Mr. Präsident, er hat damit auch uns massiv betrogen, denn sehr viele amerikanische Unternehmen konnten sich auf diese Weise unseren Steuerbehörden entziehen.“

„Diese elende dreckige Sau die. Und dann ließ er sich zum Chef von diesem Betrügerclub namens EU machen, nur um seinen bankrotten Laden von den anderen armen Schweinen retten zu lassen. Also dreister geht es wirklich nicht.“

„Ja, und dazu sollten Sie noch wissen, dass er als Landeschef den Karren überhaupt erst soweit in den Dreck gefahren hat.“

„Und dieser Fuzzi steht dann über Jahre hier und predigt uns allen Wasser…“

*

„Wir alle wissen, dass die große Geste des „freundlichen Gesichts“ nie etwas anderes war als das freche Grinsen des Diebes gegenüber seinem Opfer. Wir alle wissen, dass das dummpathetische „Wir schaffen das!“ nie etwas anderes war das unsägliche Dummverkaufen einer eigentlich unfähigen Elite gegenüber denen die sie durchfüttern. Wir alle wissen, dass unser Geschrei nach mehr Gemeinschaft, unser Gewese um Europa stets nur der immer gierigere Ruf nach einem immer größeren Stück vom Kuchen war, einem Kuchen an dem wir nicht die kleinste Aktie hatten oder haben. Wir alle wissen, dass unser spirituell überhöhtes Beschwören des Friedens und des Zusammenhalts nichts weiter ist als der immer dreistere Herrschaftsanspruch über die Völker dieses Kontinents, die uns nie gewählt und noch nie gebraucht haben.

Wegen dieses Verrates ist es wohl nicht nötig zu erwähnen, dass Sie allesamt Ihrer Ämter enthoben sind und von Ihrem Vermögen eingezogen wird, was nicht durch Leistung an den Völkern Europas gerechtfertigt werden kann. Um Härtefälle zu vermeiden fallen sogenannte Vollschmarotzer ab dem Zeitpunkt ihres Outings als Schädlinge auf den von den Politikern dieser Institution selbst festgelegten Sozialhilfesatz. Alles Übrige fließt automatisch in die Staatskassen der Einzahler, mithin zurück an die wahren Leistungsträger. Dies gilt für alle, also nicht nur Politiker, sondern auch…

*

„Das ist dasselbe, was der Glatzkopf am Ende im Bundestag gepredigt hat,“ erklärte der Präsident seinem Berater.

„Wirklich?“ fragte dieser erstaunt und ohne dass er damit Zweifel an der Aussage seines Präsidenten ausdrücken wollte, „das hieße:

a) Die Leute sind gesteuert und zwar von der gleichen Quelle.

b) Wer auch immer hinter der Quelle steckt, er gibt sich keine große Mühe das zu kaschieren.

Das ist ein extrem wichtiger Fakt, Mr. Präsident, denn es könnte auf eine Schwäche hindeuten.“

‚So, meinen Sie?‘ hörten beide, Präsident und Berater, plötzlich eine innere Stimme zu sich sagen.

‚Außerdem ist es äußerst unhöflich im Kino rein zu quatschen.

Passen Sie besser auf!‘

Mit offenem Mündern und schockstarrem Gesicht saßen die Angesprochenen da und gafften scheinbar abwesend auf den Monitor.

*

„… Wirtschafts-, Medien-, Kirchenvertreter und so weiter. Es gibt jedoch einen Unterschied: Nur im Falle der Politiker, Kirchen- und Medienvertreter wird bis zum Zeitpunkt der Manifestation als Volksschädling zurück gerechnet. Für alle anderen gilt dies, erneut je nach Schwere der Schuld, rückwirkend bis zu maximal 5 Jahren.

Für die Damen und Herren der Kommission, des Rates und all dieser betrügerischen Organisationen wird noch ein gesondertes, zusätzliches Urteil zu gegebenem Anlass gesprochen werden. Ansonsten gilt für alle, die in diesem Kontext des kontinentalen Völkerbetruges Schuld auf sich geladen haben, dass sie zunächst mit – je nach Schwere der Schuld – bis zu einem Jahr Blindheit bestraft werden. Um Schaden von der Gesellschaft abzuwenden haben wir dafür gesorgt, dass die betroffenen Täter im Moment des Strafbeginns keinerlei neuralgische Tätigkeiten ausführen – wie sie sehen sind so gut wie alle hier und davon mal abgesehen hat es für uns Mandatsträger derlei NEURALGISCHE Tätigkeiten wohl zu keinen Zeitpunkt wirklich gegeben, oder? Der Strafbeginn ist daher jetzt.

Ich danke für Ihre Zeit!“

Anders als im Bundestag einige Zeit zuvor setzte nun nicht nur ein gewaltiges Geheul ein, sondern auch ein gänzlich unkontrollierter Tumult. Was zunächst wie ein unbeholfenes Stolpern begann entwickelte sich in Sekunden zu einem im wahrsten Sinne des Wortes blinden Aufeinandereinschlagen, Zertrampeln, gezieltem Erschlagen. Es wurde zu einem Gemetzel ohne Beispiel, dazu live und in Farbe.

*

„Verdammt, warum lassen die das zu?“ rief der Berater aus.

Seinem Präsidenten neben ihm lief ein kaltes, kalkuliertes Lächeln über das Gesicht, welches in einem schüttelnden Grausen kulminierte.

„Die wissen genau was sie tun, junger Mann. Die wollen uns anderen und den einfachen Menschen zeigen, dass diese sogenannten Eliten auch nur Mob ist. Besser noch, wenn man sie so einsperrt und quält wie die das mit ihren ‚Untertanen‘ gemacht haben, dann werden die umgehend zu Wilden. Und anscheinend wollen sie der Welt, also uns, auch noch folgendes zeigen:

‚Höret und sehet ihr da draußen! Während wir in den Ländern noch Stetigkeit und Stabilität benötigen, braucht diesen EU-Laden und diese Typen hier kein Schwein. Passt also besser auf was ihr demnächst tut!‘“

Der junge Berater blickte seinen Präsidenten beinahe ehrfürchtig an, dann wandte er sich wieder dem Schauspiel, welches inzwischen zu einem blutigen Gemetzel entartet war, auf dem Monitor zu. Während die anderen im Raum stöhnend die Hände vor die schockierten Gesichter nahmen, hörte er plötzlich die Stimme seines Präsidenten leise neben seinem Ohr:

„Und von der Stimme in unserem Kopf kein Wort an niemanden, ist das klar!“

Der Angesprochene nickte verhalten, eher zögerlich. Der Präsident brummte ihn an:

„Ich habe keine Lust ständig in diese Röhre geschoben zu werden und wer weiß, was man mit Ihnen anstellt, wenn die mitbekommen, dass sie ‚besessen‘ sind. Haben Sie mich verstanden?!“

Heftiges Kopfnicken.

„Oh Mann!“ rief plötzlich einer der im Raum Anwesenden, der eher fasziniert denn angewidert das Schauspiel auf dem Monitor verfolgte, „hat von euch irgendeiner gewusst, dass die le Pen derart kämpfen kann?“

Es antwortete niemand. Alle starrten einfach nur gebannt auf den Monitor, wo man eine bestimmte Gruppe Abgeordneter dabei beobachten konnte, wie sie sich beinahe mühelos den Weg nach draußen bahnte und dabei tobende Parlamentarier oder sonstige erblindete Anwesende beiseite räumten als seien es nur Schaumstoffpuppen. Ganz offensichtlich war keiner aus der Gruppe dieser „Aufräumer“ erblindet und noch offensichtlicher agierten sie untereinander wie abgesprochen, perfekt aufeinander eingestellt und, das war das eigentlich unglaubliche, kampftechnisch stark und versiert, wie es die weltbesten Fallschirmjäger nicht sein könnten.

„Ich denke es wird Zeit für etwas Französisch, junger Freund!“ murmelte der Präsident und erhob sich. Der junge Analyst sprang ebenfalls auf und folgte ihm nach draußen.

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Quielle: T. Bodan: „Simulation – 2. Iteration: Junkers letzte Rede“, www.amazon.de/dp/B01HVRC80E