Kommt eine neue Einwanderungswelle?

Symbolbild Foto: WikiLeaks / Youtube / thisisafrica.me

Obwohl die Medien schweigen, ist die Asylkrise nicht aus­ge­sessen. Noch immer kom­men jedes Monat Tausende nach Österreich. Jetzt droht auf den großen Migrationsrouten über Italien und den Balkan erneut das Chaos.

Während die Medien im Wahlkampf über die Zustände schweigen, entsteht bere­its die näch­ste Einwanderungswelle.

So viele Afrikaner wie noch nie

Laut dem aktuellen Bericht der UNHCR haben heuer über 345.000 Migranten den europäis­chen Kontinent über das Mittelmeer erre­icht. 171.000 kamen in Griechenland an. 168.000 kamen über Libyen nach Italien. Das sind 13 Prozent mehr als im gesamten Vorjahr.

Alleine im Oktober kamen 27.500 vor­wiegend Schwarzafrikaner in Italien an. Und es ist nicht zu erwarten, dass die Zahlen im Herbst und Winter zurück­ge­hen. Denn die EU fängt Migranten direkt im Meer ab und bringt sie sicher nach Europa. Das lockt immer mehr Menschen aus ganz Afrika an. Der Bayernkurier zitiert die Herkunftsstaaten nach dem let­zten Bericht der Internationalen Organisation für Migration (IOM):

Nigeria: 33.806 Personen (Vorjahr: 19.576)
Guinea 11.131 Migranten (Vorjahr: 1916)
Elfenbeinküste: 10.502 Migranten (Vorjahr: ca. 3500)
Gambia: 10.489 Migranten (Vorjahr: 6759)
Sudan: 9033 Migranten (Vorjahr: 8692)
Mali: 5038 Migranten (Vorjahr: 8564)
Ghana: 5084 Migranten (Vorjahr: 3946)
Fast hal­biert hat sich die Anzahl aus Eritrea, bleibt aber mit über 19.000 Migranten noch immer das zwei­thäu­fig­ste Herkunftsland. Ebenfalls gesunken ist Somalia, von wo aus nun­mehr 11.000 Migranten kom­men.

Die Gründe für die Migration nach Europa sind nicht Krieg oder Vertreibung. Es ist die mas­sive Bevölkerungsexplosion Afrikas von 230 Millionen (1950) auf 1,2 Milliarden Menschen (2016). Bis 2050 wird sich die Zahl auf 2,4 Milliarden noch ein­mal ver­dop­peln. Die meis­ten Migranten haben deshalb auch keine Chance auf Asyl. Aber sie sehen auch, dass es kaum Abschiebungen gibt und kom­men trotz­dem.

Der Türkei-Deal kön­nte platzen

Jetzt droht auch noch der Türkei-Deal zu platzen. Dort warten 3 Millionen Migranten, um nach Europa weit­erzureisen. Da die EU noch immer nicht bereit ist, die Außengrenzen zu schützen, kön­nten wieder Massen über die Balkenroute kom­men. 62.000 Migranten sitzen schon jetzt in Griechenland fest, vor allem Afghanen.

Auch für sie droht sich die Situation zuzus­pitzen: Pakistan und der Iran hat­ten afghanis­chen Flüchtlingen bis November Zeit gegeben, Pässe und Visa vorzuzeigen. Beobachter rech­nen damit, dass bis zum Ende des Jahres 1,5 Millionen davon nach Afghanistan zurück­kehren müssen. Viele kön­nten den Weg nach Europa antreten.

Weiterlesen: info-direkt.eu/2016/11/30/es-droht-eine-neue-einwanderungswelle/

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