Rumänien erhält eine muslimische Ministerpräsidentin

In Rumänien besetzt zukünftig eine Muslimin den Posten des Ministerpräsidenten. Metropolico.org / flickr (CC BY-SA 2.0)

Die Regierungskoalition PSD-ALDE in Rumänien schlug die ehe­ma­lige Ministerin für „Regionale Entwicklung“ Sevil Shhaideh als Ministerpräsidentin vor.

Bei der von Staatspräsident Klaus Jahannis gelei­te­ten Abstimmung, prä­sen­tierte die sozia­lis­tisch-libe­rale Regierungskoalition Sevil Shhaideh als ihre Kandidatin für die Position der Regierungschefin, dies teilte Liviu Dragnea, der Präsident der PSD, mit und fügte hinzu, dass Frau Shhaideh auch sein volls­tes Vertrauen hat.
Die 51-jäh­rige Politikerin war 19 Jahre lang als Hauptabteilungsleiterin beim Rat des Komitats Kostanca tätig und begann im Jahr 2012 im Ministerium für „Regionale Entwicklung“ zu arbei­ten. Anfangs war sie als Staatssekretärin dort tätig, im letz­ten Mai wurde sie dann zur Ministerin ernannt – sie folgte Liviu Dragean, gegen den ein straf­recht­li­ches Verfahren wegen Wahlbetrugs ein­ge­lei­tet wurde.

Sevil Shhaideh ist die erste Ministerin in der Geschichte Rumäniens, die bei der Angelobung ihren Eid auf den Koran statt auf die Bibel geschwo­ren hat.
Die künf­tige Regierungschefin ist bereits zum zwei­ten Mal ver­hei­ra­tet. Interessant ist auch, dass bei ihrer zwei­ten Hochzeit Herr Dragean ihr Trauzeuge war, er prä­zi­sierte diese Aussage noch und erklärte, Zeuge gewe­sen zu sein, weil es die Position des Trauzeugen bei Muslimen nicht gibt.

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