Gewalt in Asylquartieren mehr als verdoppelt in Oberösterreich

Im Jahr 2016 ver­dop­pelte sich die Gewalt in Oberösterreichs Asylquartieren. Nach dem Anschlag von Berlin mel­dete die Polizei 15 Asylwerber beim Verfassungsschutz. Außerdem sind ins­ge­samt knapp 40 Prozent aller Tatverdächtigen in Oberösterreich aus­län­di­sche Staatsbürger. Das geht aus den Äußerungen des Landespolizeidirektors zur Kriminalstatistik 2016 her­vor.

Die Kriminalstatistik für Oberösterreich aus dem Jahr 2016 bringt zum Teil besorg­nis­er­re­gende Zahlen ans Tageslicht. Sie sei zwar noch vor­läu­fig und nicht voll­stän­dig, betonte Landespolizeidirektor Andreas Pilsl. Es zeich­nen sich aber bereits Tendenzen ab.

Gewalt in Asylquartieren ver­dop­pelt

„Bei Körperverletzungsdelikten ver­zeich­nen wir im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von rund zehn Prozent“, sagte Pilsl. Mehr als ver­dop­pelt haben sich sogar die Anzeigen wegen gewalt­tä­ti­ger Vorfälle in Asylunterkünften. Es gebe in Oberösterreich aber auch wesent­lich mehr Asylquartiere als frü­her. „Diese den Asylwerbern zuge­ord­ne­ten Taten wer­den von der Bevölkerung gar nicht bemerkt, weil sie sich in einem eige­nen Milieu abspie­len“, zitie­ren die „Oberösterreichischen Nachrichten“ den Landespolizeidirektor.

„Alle Auffälligen sind Muslime“

Nach dem Terroranschlag in Berlin schickte Pilsl in Oberösterreich 160 spe­zi­ell aus­ge­bil­dete Polizisten in die der­zeit über 700 Asylquartiere des Landes. Dort soll­ten sie sich einen Überblick über Auffälligkeiten und bedroh­li­che Entwicklungen unter den rund 14.000 Asylwerbern machen. Nach die­ser Gefahreneinschätzung mel­dete man 15 Asylwerber dem Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT).

Pilsl gibt auch offen zu, dass sich die Zahl der Gewalttaten im Migrationsbereich erhöht hat. „Wir wol­len nichts beschö­ni­gen, aber auch nichts dra­ma­ti­sie­ren. Ich traue mich auch zu sagen, dass alle Auffälligen Muslime sind, das muss erlaubt sein“, zitiert der „Kurier“ Andreas Pilsl.

Erst in den ver­gan­gen zwei Wochen kamen zwei junge Asylwerber in U-Haft. Außerdem leben acht IS-Rückkehrer in Oberösterreich. Sinnbildlich für die poli­ti­sche Arbeit der Regierung steht fol­gende Äußerung des Landespolizeidirektors: „Wie man in der Zukunft die Überwachung oder auch die Abschiebung radi­ka­ler Personen orga­ni­siert, muss von der Politik noch vor­ge­ge­ben wer­den.“ Fast zwei Jahre nach Beginn der Asylkrise wohl­ge­merkt.

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