Grundsatzurteil: Soziale Integration wiegt schwerer als Religionsfreiheit

Foto: alfahir.hu

Heute hat der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg eine weg­wei­sende Grundsatzentscheidung getrof­fen: Der Staat hat das Recht, die Religionsfreiheit ein­zu­schrän­ken.

Konkret ging es um eine Schweizer Schule, die zwei mus­li­mi­sche Mädchen (9 & 11) zum Schwimmunterricht ver­pflich­ten wollte – wohl­ge­merkt mit Zugeständnissen wie Burkini und sepa­ra­ter Umkleide, um den reli­giö­sen Gefühlen Rechnung zu tra­gen. Dennoch lehn­ten die Eltern ab. Daraufhin ver­hängte die Schule ein Bußgeld über 325 Euro je Schülerin. Die Eltern klag­ten sich erfolg­los durch die Instanzen bis hoch zum Europäischen Menschenrechtsgerichtshof.

Dort beschloss man ein­stim­mig: „Der Staat hat das Recht, die Religionsfreiheit in die­sem Falle ein­zu­schrän­ken, um zu garan­tie­ren, dass die Schülerinnen am Sportunterricht teil­neh­men. Schule spielt im Prozess der sozia­len Integration eine „her­aus­ge­ho­bene Rolle“, beson­ders für Kinder mit Migrationshintergrund. Es ist im Interesse der Kinder, an allen Bildungs- und Erziehungsangeboten der Schule teil­zu­neh­men. Dieses gesamt­ge­sell­schaft­li­che Interesse wiegt schwe­rer, als die per­sön­li­chen reli­giö­sen Vorstellungen der Familie.“

Ein star­kes Urteil mit zukunfts­wei­sen­dem Charakter!

Quelle: Facebook-Seite von Dr. Frauke Petry

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