Vilimsky: „Migranten zurück nach Nordafrika bringen“

MdEP Harald Vilimsky (Foto: www.parlament.gv.at)

„Was die EU in Libyen der­zeit an Maßnahmen plant, wird nicht ansatz­weise rei­chen, die Migrationsströme Richtung Europa in den Griff zu bekom­men“, erklärte heute Harald Vilimsky, Delegationsleiter der FPÖ im Europaparlament und FPÖ-Generalsekretär.

Heute steht bei dem in Malta statt­fin­den­den infor­mel­len EU-Gipfeltreffen das Migrationsthema auf dem Programm, ins­be­son­dere auch die Lage in Libyen. Dort war­ten 350.000 Migranten auf bes­se­res Wetter und damit eine Überfahrt nach Europa. 181.000 Menschen erreich­ten im ver­gan­ge­nen Jahr Italien – 90 Prozent davon über Libyen.

„Maßnahmen wie die Unterstützung der liby­schen Küstenwache oder die Sicherstellung ange­mes­se­ner Aufnahmekapazitäten sind nicht fal­sch, aber viel zu wenig“, so Vilimsky. „Es muss unbe­dingt Schluss gemacht wer­den mit der der­zei­ti­gen Praxis, dass Frontex-Schiffe die Flüchtlinge auf­neh­men, nach Italien brin­gen und somit die EU selbst Migration und Schleppergeschäft unter­stützt“.

„Aufgegriffene Flüchtlinge soll­ten umge­hend dort­hin zurück­ge­bracht wer­den, wo sie her­kom­men“, so der FPÖ-Delegationsleiter. Um das zu unter­stüt­zen, brau­che man sichere Zonen in Form von Aufnahmelagern in Nordafrika, etwa in Libyen. Das Hauptziel aller Maßnahmen müsse klar sein, so Vilimsky: „Unerwünschte Migranten sol­len gar nicht erst nach Europa kom­men, denn wir wis­sen: Sind sie ein­mal da, wer­den sie de facto kaum noch zurück­ge­hen.“

Quelle: APA/​OTS 03.02.2017

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