Asylkrise: Ungarn baut einen zweiten Grenzenzaun

Bau des Zaunes an der ungarischen Grenze (Foto: MTI)

Ungarn baut sei­nen Zaun an der Grenze zu Serbien aus. Die Regierung in Budapest hatte bereits im Herbst 2015 die Grenze zu Serbien mit einem Zaun abge­rie­gelt, nach­dem täg­lich tau­sende Flüchtlinge und Migranten Ungarn durch­quer­ten, um nach Deutschland und Österreich zu gelan­gen. Dieser rund 175 Kilometer lange Zaun wird durch einen zwei­ten ver­stärkt und zudem unter ande­rem mit Überwachungskameras ver­se­hen.

“Er steht mit den Vorfällen an den euro­päi­schen Grenzen im Zusammenhang”, so ein Sprecher der unga­ri­schen Regierung, “und mit dem Abkommen zwi­schen der EU und der Türkei. Schätzungsweise etwa 80.000 Menschen befin­den sich auf der Balkanroute, der Frühling kommt und deut­schen Schätzungen zufolge wer­den sechs bis sechs­ein­halb Millionen Menschen ver­su­chen, in die EU zu gelan­gen.”

Die Bauarbeiten an dem neuen Zaun im Süden des Landes sol­len bereits bis Mai abge­schlos­sen wer­den. Die meis­ten der erwähn­ten 80.000 Menschen sit­zen in Flüchtlingslagern auf den grie­chi­schen Inseln und dem Festland fest. Tausende sind zudem in Serbien gestran­det.

Quelle: Euronews

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