Petry will Höcke aufgrund eines Verdachts von der Partei ausschließen

flickr.com/ Metropolico.org (CC BY-SA 2.0)

Die AfD Parteichefin Frauke Petry hat ihre Entscheidung getrof­fen: Höcke soll aus der Partei aus­ge­schlos­sen wer­den. Die Begründung für den Ausschluss ist ein Verdacht, den die AfD zur Gewissheit erklärte, dem­nach soll Höcke unter dem Pseudonym „Landolf Ladig“ „rechts­ex­treme“ Artikel in umstrit­te­nen Zeitschriften ver­öf­fent­licht haben. Dass Höcke „Ladig“ ist, wurde nie bestä­tigt, geschweige denn, zuge­ge­ben. Hinzu kommt noch, dass „Ladig“ das letzte Mal 2013 publi­zierte, Höcke seine poli­ti­schen Tätigkeiten aber erst in die­sem Jahr begann. Trotzdem reicht das für die AfD Spitze, um den immer mehr an Popularität gewin­nen­den Höcke zu ent­fer­nen.

Fraglich ist, ob sich die AfD Chefin Petry mit die­sem Schritt nicht ins eigene Fleisch schei­det, die Basis hält zu Großteil noch an Höcke fest, an ihm schei­terte 2015 schon Bernd Lucke. Ob es zum Ausschluss kommt, ent­schei­det das Thüringer Landesgericht, in zwei­ter Instanz das Bundesgericht der Partei, der Bundesvorstand spricht sich, wie erwähnt, klar für ein Parteiausschlussverfahren aus, die demo­kra­ti­schen Mehrheiten, um dies durch­zu­brin­gen, wer­den sich ver­mut­lich nicht fin­den.

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