Petry will Höcke aufgrund eines Verdachts von der Partei ausschließen

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Die AfD Parteichefin Frauke Petry hat ihre Entscheidung getroffen: Höcke soll aus der Partei ausgeschlossen werden. Die Begründung für den Ausschluss ist ein Verdacht, den die AfD zur Gewissheit erklärte, demnach soll Höcke unter dem Pseudonym „Landolf Ladig“ „rechtsextreme“ Artikel in umstrittenen Zeitschriften veröffentlicht haben. Dass Höcke „Ladig“ ist, wurde nie bestätigt, geschweige denn, zugegeben. Hinzu kommt noch, dass „Ladig“ das letzte Mal 2013 publizierte, Höcke seine politischen Tätigkeiten aber erst in diesem Jahr begann. Trotzdem reicht das für die AfD Spitze, um den immer mehr an Popularität gewinnenden Höcke zu entfernen.

Fraglich ist, ob sich die AfD Chefin Petry mit diesem Schritt nicht ins eigene Fleisch scheidet, die Basis hält zu Großteil noch an Höcke fest, an ihm scheiterte 2015 schon Bernd Lucke. Ob es zum Ausschluss kommt, entscheidet das Thüringer Landesgericht, in zweiter Instanz das Bundesgericht der Partei, der Bundesvorstand spricht sich, wie erwähnt, klar für ein Parteiausschlussverfahren aus, die demokratischen Mehrheiten, um dies durchzubringen, werden sich vermutlich nicht finden.