In zehn Jahren nur knapp 1.600 ausländische Häftlinge in ihre Heimat abgeschoben

flickr.com/ Florian Plag (CC BY 2.0)

Österreich hat in den let­zten zehn Jahren 1.584 aus­ländis­che Häftlinge in ihre Heimatländer aus­geliefert. Die Statistik unter­schei­det zwis­chen „Auslieferung“ und „Strafvollstreckung im Heimatland“. Eine äußerst geringe Zahl, wenn man bedenkt, dass sich allein mit Stichtag 1. Jänner dieses Jahres 4.679 Ausländer in Österreichs Gefängnissen befinden. Die Zahlen gehen aus einer Anfragebeantwortung von Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) auf­grund einer par­la­men­tarischen Anfrage des frei­heitlichen Justizsprechers Harald Stefan her­vor.

Auch Deutschland will aus­ländis­che Häftlinge loswer­den

Immer wieder gibt es in Österreich die Diskussion, dass aus­ländis­che Häftlinge ihre Strafe in ihrem Heimatland absitzen sollen. Aktuell gibt es auch in Deutschland entsprechende Forderungen. Im Freistaat Sachsen erwägt nun Justizminister Sebastian Gemkow (CDU), dass aus­ländis­che Gefangene ihre Strafe in ihrer Heimat absitzen sollen. Dies deshalb, weil sämtliche Haftanstalten über­füllt sein sollen. 240 Personen kön­nten ihre Strafe in Polen oder Tschechien absitzen, meint der CDU-Politiker. Möglich wird die Verlegung laut Gemkow durch eine neue Regelung der EU, die die Verbüßung einer in einem anderen Mitgliedsstaat ver­hängten Strafe im Heimatland ermöglicht.

 

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