Blamage auf Twitter: Grüne in NRW glauben an saudi-arabisches „Parlament“

flickr.com/ Metropolico.org (CC BY-SA 2.0)

In kaum einem ande­ren Land der Erde wer­den Frauen auf bru­ta­lere Weise unter­drückt als in Saudi-Arabien. Das streng isla­mi­sche Königreich ver­bie­tet ihnen fak­tisch jeg­li­che Teilhabe am sozia­len wie poli­ti­schen Leben. Man würde mei­nen, dass aus­ge­rech­net Frauenrechtler und linke Politakteure über ihr Wirkungsgebiet am bes­ten Bescheid wüss­ten. Mit einer Meldung auf Twitter wider­leg­ten die Grünen in Nordrhein-Westfalen diese Vermutung aber gekonnt.

Grüne phan­ta­sie­ren von Parlament in Saudi-Arabien

In einem Tweet beschwerte sich die Grüne NRW-Landtagsfraktion dar­über, dass nur 13,33 Prozent der Listenplätze der libe­ra­len FDP mit Frauen beset­zet seien. „1. Läuft. 2. Für Männer!“ ist auf einem Bild dar­un­ter zu lesen. Der wirk­li­che Hohn folgt aber, indem das Bündnis 90 behaup­tet, dass sogar im „Parlament“ von Saudi-Arabien eine höhere Frauenquote herr­sche.

Dass es in Saudi-Arabien kein Parlament gibt, dürfte den Grünen ent­gan­gen sein. Da keine demo­kra­tisch-repu­bli­ka­ni­sche Rechtsform son­dern eine abso­lute Monarchie auf Basis der isla­mi­schen Rechtssprechung herrscht, gibt es ledig­lich eine bera­tende Versammlung, ein Empfehlungsgremium, den soge­nann­ten „Schura-Rat“. Von den 150 Mitgliedern gehö­ren seit 2011 30 Frauen die­ser Versammlung an, haben aber fak­tisch keine Entscheidungsgewalt.

 

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