Orbáns Außenminister will ein Visafreiheits-Abkommen zwischen der EU und Kuwait

Foto: MTI

Péter Szijjártó, der ungarische Handels- und Außenminister ist auf Werbetour. Diesmal in Kuwait und dort machte er großzügige Versprechen und erk­lärte, dass die reichen ara­bis­chen Ölscheichs in vier ver­schiede­nen Branchen auf ungarische Unternehmen bauen.

„Im Rahmen des wirtschaftlichen Entwicklungsplans des „Neuen Kuwaits” gibt es zahlre­iche hohe Investments im Land. Aus diesem Grund beschloss die ungarische Exim-Bank einen Kreditrahmen in der Höhe von 510 Millionen Euro um den Einstieg in den kuwait­is­chen Markt erfol­gre­ich zu gestal­ten“, sagte Péter Szijjártó der ungarischen Nachrichtenagentur MTI.

Laut dem Minister gibt es 4 Bereiche, in denen Kuwait speziell auf ungarische Firmen zählt.

Die Sicherheit im Informatikbereich ist die erste Branche. Hier hat sich schon eine Kooperation entwick­elt, da bere­its ein ungarisches Unternehmen für den größten kuwait­is­chen Internetdienstanbieter die Cybersicherheit gewährleis­tet.

Als zweiten Bereich erwäh­nte Péter Szijjártó den Wasserhaushalt, weil es für Kuwait eine große Herausforderung ist, seinen Wasservorrat zu erweit­ern. Falls diese Tendenz anhält, muss Kuwait bis 2050 sein ganzes Öleinkommen zur Destillation des Seewassers auf­brin­gen. Daher suchen sie mit Hochdruck eine Lösung für das Problem des ständi­gen Wassermangels. Bei diesem Problem kön­nten die ungarischen Experten des Wasserhaushalts und die Budapester Wasserwerke helfen.

Als drit­ter Faktor wurde das Gesundheitswesen betitelt: Der Minister erk­lärte, dass wesentliche Krankenhaus-Investments in Kuwait starten und im Bereich von Krankenhaus-Betreibern, medi­zinis­cher Produkte, sowie von Medikamententransport auf ungarischen Firmen gesetzt wer­den soll.

Der vierte Bereich ist die Ölindustrie. Hier suchen die Kuwait Oil Company (kuwait­is­ches staatliches Ölunternehmen) und das ungarische MOL Möglichkeiten gemein­samer Investments in Drittländern.

Neben all dieser Punkte inten­sivieren sich auch die touris­tis­chen Beziehungen zwis­chen Ungarn und Kuwait. Letztes Jahr gab es 18% mehr kuwait­is­che Visumsanträge als das Jahr zuvor. Ein Grund hier­für ist, dass die ungarische Amtsführung verbessert und daher auch beschle­u­nigt wurde.

Sziijártó fügte noch hinzu: „Budapest unter­stütz ein Visafreiheits-Abkommen zwis­chen der Europäischen Union und Kuwait.“

Der ungarische Außenminister wurde vom kuwait­is­chen Emir-Herrscher Sabah al-Ahmad al Dschaber as-Sabah emp­fan­gen. Im Anschluss traf er sich mit dem Ministerpräsidenten Scheich- Dschaber al-Mubarak al-Hamad as-Sabah, Minister für Bildung- und Hochschulwesen und es gab ein Gespräch mit dem Präsidium der Handelskammer, sowie mit etwa 40 kuwait­is­chen Betriebsleitern.

Quelle: alfahir.hu/2017/04/19/szijjarto_peter_kuvit_kulgazdasagi_es_kulugyminiszterium

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