SPÖ-Unterrichtsministerin: Lügen über „Gewalt gegen Ausländer“ in Schulaufgabe erlaubt

flickr.com/ Metropolico.org (CC BY-SA 2.0)

Der freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Carmen Schimanek war von empörten Eltern im Februar dieses Jahres ein Satz eines Englisch-Übersetzungstestes an einem Wörgler Gymnasium zur Kenntnis gebracht worden.

„In Wörgl werden die meisten Asylsuchenden zusammengeschlagen“

Dieser lautete: „Unter den Gemeinden ist Wörgl die, wo die meisten Asylsuchenden zusammengeschlagen werden“. Wie die Abgeordnete feststellte, entbehrte dieser Satz jeglichen Wahrheitsgehaltes und sollte offensichtlich dazu dienen, die Wörgler als Fremdenfeinde darzustellen und die Schüler in ihren politischen Ansichten zu manipulieren (Unzensuriert hat berichtet).

Neben einer Intervention bei der zuständigen Landesschulbehörde, verlangte die Abgeordnete unter der Überschrift „Politische (Un)bildung im Englischunterricht am BRG Wörgl“ auch eine grundsätzliche Aufklärung von Unterrichtsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) und stellte an sie eine parlamentarische Anfrage.

Hammerschmid: Lehrpersonen verbreiten keine Falschmeldungen

Die nun erfolgte Antwort der Bundesministerin verdient es, einer breiteren Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht zu werden. Kurz zusammengefasst teilte Hammerschmid mit, dass Übersetzungsaufgaben zum Spracherwerb einer Fremdsprache zwar auch zur politischen Bildung eingesetzt werden können, im gegenständlichen Fall jedoch „lediglich das Ansinnen einer Übersetzungs- und Wortschatzübung ohne jegliche politische Absicht verfolgt wurde“.

Ein Wahrheitsgehalt der zu übersetzenden Sätze sei nicht relevant gewesen. Eine Verhetzung könne sie in diesem Zusammenhang daher nicht erkennen und von „Fake-News“ könne man auch nicht sprechen, da dazu ein Medium fehlen würde. Handlungsbedarf sehe sie daher keinen und die Unterstellung, Lehrpersonen könnten Hetze und Falschmeldungen verbreiten, weise sie entschieden zurück.

 

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