Moslems fordern in aggressivem Ton mehr „Wertschätzung“ für Islam

flickr.com/ JouWatch (CC BY-SA 2.0)

„Muslime in Österreich: Woran scheit­ert das Miteinander?“ Wenn bei diesem Thema FPÖ-Obmann HC Strache als Diskutanten eine Frau mit Kopftuch und einen weit­eren Moslemvertreter als Gegenüber hat, ist klar, dass es zu einer hefti­gen rhetorischen Auseinandersetzung kommt. Nicht nur, dass die mus­lim­is­che Modeschöpferin Meriem Lebdiri und Adnan Dincer, der Gründer einer Migrantenpartei, dem FPÖ-Chef ständig ins Wort fie­len, über­raschten beide Moslems im „Talk im Hangar 7“ auf Servus-TV mit einer Naivität und welt­frem­den Ansichten.

11. September und Rechtspopulisten sind schuld am schlechten Islam-Image

Dass der Islam derzeit so mas­siv unter Beschuss sei, daran trage der 11. September 2001, also der Terroranschlag in den USA die Schuld, genauso wie auch recht­spop­ulis­tis­che Parteien. Dass sich die Muslime abschot­ten und nicht inte­gri­eren wollen, wurde von bei­den fak­tisch negiert. Fazit der Diskussion aus Sicht der Muslime: „Schuld sind die anderen, wir sind das Opfer!“

Dincer will die Probleme „reseten“, man müsse ein­fach nur miteinan­der kom­mu­nizieren. Da fragt sich der inter­essierte Zuseher wie das gehen soll, wenn selbst Moderator Michael Fleischhacker zu ver­ste­hen gab, dass viele Personen aus der mus­lim­is­chen Community zur Diskussion ein­ge­laden wur­den, let­z­tendlich aber (aus Druck?) absagten.

700.000 Muslime in Österreich

Gewisse Probleme lassen sich auch nicht ein­fach „reseten“. Zahlen bele­gen jeden­falls, dass die Anzahl der Moslems in Österreich in den let­zten Jahren rapide zugenom­men hat. 1973 zählte man 30.000, aktuell sollen es schon 700.000 sein. Und der Islam wird von der Bevölkerung in Umfragen schlecht bew­ertet. 60 Prozent sehen den Islam neg­a­tiv. Dass der Islam nicht zu Österreich gehöre, wird mehrheitlich befür­wortet. Dennoch sei laut Dincer der Islam ein Teil dieses Landes, doch es fehle die „Wertschätzung“.

Probleme nur mit mus­lim­is­chen Zuwanderern

„Wie gestal­tet sich die Anwesenheit? Parallelgesellschaften entste­hen. Die, die hier­herkom­men, inter­essiert nicht, wie der Österreicher lebt. Sie sagen: Wir wollen unter uns bleiben“, stellte die Publizistin Birgit Kelle fest. Bei der drit­ten Generation der Zuwanderer gebe es eine Abschottung und neue Radikalisierung. Und Kelle betonte: „Wir haben nie über die Zuwanderung aus Italien oder Japan disku­tiert, weil es immer ein Problem mit Personen aus mus­lim­is­chen Ländern gibt. Integration heißt nicht, dass die Mehrheitsgesellschaft zurück­we­icht. Wir haben einen Teil der Zuwanderer, die sich nicht inte­gri­eren wollen. Integration ist aber eine Bringschuld der Zuwanderer.“ Bedauerlich sei da, dass das Problem erst so groß wer­den muss, dass man drüber sprechen dürfe.

 

Weiterlesen: www.unzensuriert.de/content/0024169-Servus-TV-mit-HC-Strache-Moslems-fordern-aggressivem-Ton-mehr-Wertschaetzung-fuer

Print Friendly, PDF & Email

Für unseren täglichen Info-Brief kön­nen Sie sich hier anmelden.

Wenn Sie unsere Mission mit einer Spende unter­stützen wollen, kön­nen Sie dies gerne per PayPal oder auch in kon­ven­tioneller Form, per Bankzahlschein machen.


IBAN: HU48135555551355201000014057, BIC: KODBHUHB, „Unser Mitteleuropa“

Wir sind für jegliche Hilfe sehr dankbar!