Ungarns Zeit geht zu Ende: die Bevölkerung des Landes wird sich auf 6 Millionen Menschen verringern

Falls es keine gravierende Trendwende inner­halb des Bevölkerungswachstums geben wird, muss Ungarn mit einer demographis­chen Katastrophe rech­nen. Nach der aktuellen Bevölkerungsstudie der UNO wer­den im Jahr 2100 nur mehr 6 Millionen Menschen in Ungarn leben.

Die UNO unter­suchte 10 ost­mit­teleu­ropäis­che Länder. Zur Jahrtausendwende lebten in Bulgarien, Tschechien, Weißrussland, Polen, Ungarn, Moldawien, Russland, Rumänien, der Slowakei und in der  Ukraine noch 300 Millionen Menschen, im Jahr 2100 wird diese Population auf 220 Millionen gesunken sein.

Laut der Studie wer­den im Vergleich zum Jahr 2000 nur mehr 62,5% der ungarischen Bevölkerung in Ungarn leben. Noch drastis­cher ist der Bevölkerungsverlust in Bulgarien, Polen  Moldawien und Rumänien. Die Zahl der Bewohner wird sich im Vergleich zum Jahr 2000 hal­bieren.

Die Bevölkerung Ungarns ver­ringerte sich zwis­chen 2016 und Anfang 2017 um 31700 Menschen und dies ist der viert­größte Bevölkerungsverlust der let­zten 20 Jahre, erkennt das Webportal portfolio.hu. Von diesen 31 700 stam­men 27 000 aus Ostungarn. Allerdings stieg die Population in den mit­tleren Gebieten Ungarns um 6 000 Mensch im Vergleich zum Vorjahr.

Während die Bevölkerung in Europa ras­ant schwindet, wächst die Gesamtbevölkerung der Welt stetig an. Bis zum Jahr 2100 wird es einen Anstieg von 7,6 auf 11,2 Milliarden Menschen geben. Dieser Zuwachs ergibt sich aus dem Bevölkerungsboom in Afrika und Asien.

Die gemein­nützige Organisation Population Reference Bureau meldete let­ztes Jahr, das Afrika in den kom­menden Jahrzehnten die „ergiebig­ste“ Region sein wird und als Beispiel führte sie Nigeria an, dessen Population sich bis 2015 ver­dop­peln wird. Und auch die UNO betonte let­ztes Jahr bere­its die Rolle Afrikas in diesem Zusammenhang. Der Kontinent wird für die Hälfte des gesamten weltweiten Bevölkerungswachstums ver­ant­wortlich sein. Dieser Bevölkerungsboom bringt aber ern­ste und mas­sive Migrationsprobleme mit sich, denn es wer­den auch die Einwanderungswellen nach Europa immer weiter zunehmen.

Quelle: alfahir.hu/2017/06/26/nepessegcsokkenes_demografia_ensz_europa_afrika_jelentes_nepessegrobbanas_migracio

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