„Finis Germania“ von der Spiegel-Bestellerliste gelöscht

flickr.com/ Christian Siedler (CC BY-ND 2.0)

Die Spiegel-Bestsellerliste gehört zu den bedeu­tend­sten des Landes. Sie sortiert Bücher nach ihren Verkaufszahlen, das Pickerl „Spiegel-Bestseller“ gilt als ein Qualitätsmerkmal. Da sie nur auf objek­tiven Fakten basiert, näm­lich auf den Verkaufszahlen, war sie bis­lang immer neu­tral, dies änderte sich nun aber.

In der aktuellen Bestsellerliste fehlt ein Buch, das laut den Verkaufszahlen eigentlich auf Platz 6 sein müsste. Es han­delt sich um ein Werk des 2016 ver­schiede­nen Historikers und Zivilisationskritikers Rolf Peter Sieferle, dessen Buch „Finis Germania“ posthum veröf­fentlicht wurde.

Die Spiegel-Chefreadaktion löschte das Buch allerd­ings: „Sie tut dies nur in absoluten Ausnahmefällen, aber sie hält das Buch für klar anti­semi­tisch, hat dies auch bere­its öffentlich geäußert und möchte die Verbreitung nicht unter­stützen.“

Problematisch ist dies nicht nur, weil die Redaktion damit in eine auf Fakten beruhende Statistik wil­lentlich und aktiv ein­greift, son­dern auch, weil sie dies heim­lich und intrans­par­ent vol­l­zog. Die deutsche Tageszeitung „Welt“ ver­glich dieses Vorgehen mit Zensur zur sow­jetis­chen Zeiten, die „NZZ“ nan­nte die Aktion ein Armutszeugnis.

Dies ist allerd­ings nicht der erste Eklat der dieses Buch bet­rifft. Schon im Juni lan­dete es auf dem neun­ten Platz der „Sachbücher des Monats“, einer Liste, die vom „NDR“ und der „Süddeutschen Zeitung“ her­aus­gegeben wird. Daraufhin dis­tanzierte sich die „Süddeutsche Zeitung“, als „gravierende Fehlentscheidung“ wurde die Aufnahme in diese Liste von zahlre­ichen linken Autoren beze­ich­net.

Die medi­ale Hetzte gegen das Buch dürfte den Verlag aber nicht weiter stören: In den stündlich aktu­al­isierten Amazon-Bestsellern hielt sich das Buch den gesamten Dienstagnachmittag sou­verän auf Platz eins.

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