Reisetagebuch: Undercover im NGO-Hafen

Bildquelle: einprozent.de

Wind peitscht über den Hafen, weit entfernt zieht ein Gewitter über das Mittelmeer und bringt kühle Luft in das südsizilianische Pozallo. Niemand darf uns jetzt sehen, gerade nachts brausen Schnellboote der Küstenwache immer wieder vorbei und leuchten mit ihren Scheinwerfern in Richtung Strand. Hinter Felsen versteckt warten wir mit unserer Kameraausrüstung auf den entscheidenden Augenblick.

In den frühen Morgenstunden soll hier im Hafen das Schiff Aquarius der NGO „SOS Méditerranée“ anlegen, erneut haben sie einen guten Fang gemacht und 400 Migranten vor Libyen aufgesammelt. Wir sind gut vorbereitet, verfolgen minutiös die Schiffsbewegungen und haben uns auf eine Lange Nacht eingestellt.

Eine Nervenprobe: Das Schiff zieht vor der Küste Warteschleifen, ab und an erkennen wir in der Weite ihre Schiffsleuchten, dann verschwindet sie wieder in der Nacht. Es vergehen Stunden, in denen wir jeden Augenblick entdeckt werden könnten, aber wir behalten die Nerven – und warten weiter.

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