Es wird eng für die NGOs im Mittelmeer

Foto:flickr.com/Noborder Network(CC BY 2.0)

Streit um die „Rettungsaktionen“ im Mittelmeer: Die einen behaup­ten, es han­dele sich nur um Seenothilfe. Die andere wer­fen den NGOs Mithilfe zur Schlepperei vor. Besonders unter Druck gera­ten ist „Jugend Rettet“, deren Schiff beschlag­nahmt wurde. Hier hat die ita­lie­ni­sche Polizei schwere Indizien ins Feld geführt.

Nachdem das Schiff „Iuventa“ der Organisation „Jugend Rettet“ beschlag­nahmt wor­den war, haben die ita­lie­ni­sche Polizei und die ita­lie­ni­sche Küstenwache schwere Vorwürfe erho­ben. Es geht um die Beihilfe zur Schlepperei. Wenn NGOs näm­lich behaup­ten, sie hät­ten sound­so­viele tau­send Menschen geret­te­tet, dann heißt das gege­be­nen­falls von einem ver­ein­bar­ten Treffpunkt vor den liby­schen Hoheitsgewässern nach Italien trans­por­tiert zu haben.

Die ita­lie­ni­sche Polizei hat jeden­falls Gesprächsmittschnitte (siehe Bericht auf Spiegel-Online) und Fotos vor­ge­legt, die die Vorwürfe gegen die NGO „Jugend Rettet“ erhär­ten, die Aktivitäten von Schleppern zu unter­stüt­zen.

Die Fotos und Filmaufnahmen, die von der ita­lie­ni­schen Polizei und Küstenwache vor­ge­legt wur­den, zei­gen, wie das NGO-Schiff Iuventa Flüchtlinge direkt von den Schleppern über­nimmt (siehe Berichte Bento, Ansa​.it).

Der Image-Schaden für die zahl­rei­chen NGOs auf dem Mittelmeer ist groß. Die NGO „Ärzte ohne Grenzen“ bemüht sich eif­rig um Schadensbegrenzung (siehe Video auf YouTube und Interview auf Spiegel-Online). Es mag druch­aus sein, dass „Ärzte ohne Grenzen“ zu den seriö­se­ren Organisationen gehört. Sicher ist auch, dass man nicht alle NGOs über einen Kamm sche­ren kann. Doch die Verweigerung vie­ler, auf die Forderungen der ita­lie­ni­schen Regierung ein­zu­ge­hen und bewaff­nete Polizisten mit an Bord zu neh­men, um gegen Schlepper zu ermit­teln, hat den Verdacht der Schlepperbeihilfe erhär­tet.

Die öffent­li­che Meinung ist jeden­falls gekippt. In fast allen Foren und Kommentarspalten, in den sozia­len Medien und Netzwerken, geben immer mehr Bürger ihrer Kritik an den NGOs Ausdruck. Klar ist, dass man Menschen in Seenot hel­fen muss. Doch immer mehr Menschen erken­nen, dass durch die direkte oder indi­rekte Kooperation mit den Schleppern eine Sogwirkung ent­stan­den ist, die immer mehr Menschen auf das Mittelmeer lockt (sogar in den Kommentar-Spalten bei Spiegel-Online wird der Image-Verlust der NGOs deut­lich). Je mehr Menschen sich auf das Meer trauen, desto mehr lau­fen Gefahr, tat­säch­lich zu ertrin­ken.

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