FIPU: Eine weitere „antifaschistische Wissenschaftseinrichtung“

Illustrationsbild (Foto: Info-Direkt)

In Österreich ist die bekan­nteste „antifaschis­tis­che Wissenschaftseinrichtung“ das DÖW. Neben dem DÖW gibt es aber auch eine weit­ere Organisation, die sich anzuse­hen lohnenswert ist: FIPU ist die „Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit“ und ver­steht sich als loser Zusammenschluss von Wissenschaftern mit „gemein­samen Forschungsinteresse“. Hier begeg­nen uns unter anderem die DÖW-Mitarbeiter Bernhard Weidinger und Andreas Peham. Peham tritt beze­ich­nen­der­weise ver­schämt unter seinem Künstlernamen Heribert Schiedel auf. 

Verfasst von einem Gastautor

Weitere Mitarbeiter sind Politikwissenschafter und die üblichen, sattsam bekan­nten Soziologen. Als Ausbildung und Werdegang wer­den fol­gende auf­schlussre­iche Punkte angegeben:

• DaZ-Trainerin in der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung Wien,

• Mitbegründerin der Lese- und Arbeitsgruppe „Postkoloniale Kritik und Postnazismus“,

• Mauthausen-Außenlager-Guide,

• „Geschlecht gegen den (Schluss-)Strich denken. Vergeschlechtlichte Körper – Bilder im Postnazismus.“ (Lehrveranstaltung an der Akademie der bilden­den Künste, Wien),

• Vorträge und Publikationen ins­beson­dere zu den Themengebieten Holocaust Education,

• Langjähriger  Berichterstatter  für das Stephen Roth Institute for the Study of Contemporary Antisemitism and Racism (Tel Aviv University),

• Diplomarbeit: Globales Lernen und Geschlecht (2007).

Dieser kurze Ausflug in die Niederungen des Bildungs- und Berufswesens spricht für sich. Übrigens sind die Mehrzahl der Mitarbeiter Lehrbeauftragte und Dozenten an Hochschulen in Österreich.

Während Publikationen, wie zum Beispiel „Holocaustliteraturkanon? Kanonbildung als Geschichte der Erinnerung und der Verdrängung“ und „Gemeinschaftsbildung und Verfolgungswahn. Thesen zur Besonderheit des öster­re­ichis­chen Syndroms“, unter der Wahrnehmungsgrenze bleiben, erre­icht eine ständige Glosse im STANDARD naturgemäß ein größeres Publikum.

In einem aktuellen Beitrag, schwadroniert eine gewisse Carina Klammer „Über das Schweigen und die Mythen rechter Gewalt“.

Ebenda heißt es:

„Anders als etwa in Deutschland, wo Widerstand gegen Nazis und andere Rechte einen ver­gle­ich­sweise bre­iten Konsens hat, wird Antifaschismus hierzu­lande gerne mit ‚Linkslinken‘ bis hin zu Gewaltbereitschaft assozi­iert. Dementsprechend weit ver­bre­itet ist die Annahme, dass sich rechte Gewalt eigentlich erst angesichts zweier sich gegen­seitig auf­schaukel­nder ‚Extremismen‘ zus­pitzen würde. Die Tatsache, dass es offenkundig Antifaschistinnen und Antifaschisten gibt, die Gewalt und Sachbeschädigung als poli­tis­che Mittel nicht grund­sät­zlich ver­w­er­fen, wird hier­bei selb­sterk­lärend zur Bestätigung der These von der ‚Gewaltspirale‘ herange­zo­gen.“

Gibt es antifaschis­tis­che Gewalt in Österreich?

Zur Beantwortung dieser Frage genügt ein Blick in den Verfassungsschutzbericht für die Jahre 2014 bis 2016. Dieser lis­tet fol­gende Anzeigen gegen Antifaschisten auf:

Körperverletzung

2014: 15 / 2015: 4 / 2016: 7

schwere Körperverletzung 

2014: 31 / 2015: 9 /2016: 18

schwere Körperverletzung mit Dauerfolgen 

2014: 1 / 2015: 0 / 2016: 0

Versuchter Mord

2014: 0 / 2015: 0 / 2016: 1

Raufhandel 

2014: 7 / 2015: 8 / 2016: 1

Es ist also mit­nichten so, dass Antifaschisten „nur“ Gewalt gegen Sachen ausüben, wie das Sozialromantiker und Rechtfertiger des Linksextremismus nicht müde wer­den zu beto­nen.

Klammer weiter:

„Auch kann die These des gegen­seit­i­gen Aufschaukelns nicht erk­lären, warum die Bandbreite der Übergriffe bis hin zu etablierten NGOs, Journalistinnen und Journalisten sowie Parteien reicht – denen wohl kaum eine Beteiligung an einer ‚Gewaltspirale‘ unter­stellt wer­den kann.“

Abgesehen davon, dass es kein­er­lei bekan­nte Übergriffe von „Rechtsextremisten“ auf die besagten Gruppen gibt, wer­den ger­ade Antifaschisten nicht müde zu erk­lären, dass die Sprache des „Hasses“ die Hauptverantwortung für etwaige Taten mit sich trägt. Mit eben diesem Argument sollen poli­tis­che Mitbewerber wie die FPÖ und andere kri­tis­che Geister diskred­i­tiert und krim­i­nal­isiert wer­den. Mit der Verbreitung eines Gedankengutes aus der Giftküche des inter­na­tionalen Antifaschismus machen sich, dieser Logik fol­gend, natür­lich auch NGOs und Journalisten schuldig. Die Opfer dieser Liste bibliolinx.wikispaces.com/Todesopfer+linker+Gewalt) wären ohne die Mitarbeit von Medien und einem bes­timmten Milieu nicht denkbar.

Zur Wahl der Mittel und Methoden führt Klammer aus:

„Auch erweist sich die Frage der ‚gle­ichen Mittel‘ von Linken und Rechten als nicht so sim­pel wie sug­geriert wird. Da ein und der­sel­ben Handlung weder dieselbe Strategie, noch dieselbe Ideologie oder Ethik zugrunde liegen müssen, kann diese zu anderen Konsequenzen führen. Wird etwa ein Nazi geoutet, muss dieser sel­ten mehr befürchten als eventuell seinen Arbeitsplatz zu ver­lieren. Outings durch Antifas sind meist als Information für die Gesellschaft sowie zum Selbstschutz gedacht. So wurde etwa jener ‚Identitäre‘ geoutet, der am Institut für Politikwissenschaften als EDV-Angestellter arbeit­ete und dadurch the­o­retisch Zugang zu sen­si­blen Daten des Institutes hatte.“

Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht das­selbe. Dieser naiv anmu­ten­den Logik fol­gen die Antifaschisten natür­lich gerne. Die mehr als hun­dert Millionen Opfer des Antifaschismus (diverser sozial­is­tis­cher und kom­mu­nis­tis­cher Regime rund um den Globus) sind da nur ein Betriebsunfall und waren ja einer „eigentlich guten Idee“ und „großar­ti­gen Sozialexperimenten“ geschuldet.

Ob geoutete „Neonazis“ tat­säch­lich „nur“ den Verlust des Arbeitsplatzes erlei­den müssen, wollen wir anhand eines Beispieles klären. So wurde ein Aktivist der Identitären Bewegung in Graz gle­ich mehrmals Opfer soge­nan­nter „Hausbesuche“ der Antifa. Eingeschlagene Fensterscheiben und Farbbeutelangriffe waren die Folge eines zuvor vorgenomme­nen „Outings“ durch Antifaschisten und antifaschis­tisch gesin­nte Journalisten. Nicht uner­wähnt bleiben darf, dass der junge Mann auf Facebook von Spuckattacken auf offener Straße berichtet. Um eine weit­ere Aufschaukelung (!) zu ver­hin­dern, ging der Aktivist ein­fach seines Weges.

Abschließend lässt sich fest­stellen, dass das Problem Antifaschismus auf allen Ebenen ange­gan­gen wer­den muss. Neben der Behandlung durch Justiz und Exekutive müssen Antifaschisten kon­se­quent als psy­chosoziales Problem erkannt wer­den. Psychiatrie und Sozialarbeiter sind gefordert an der Deradikalisierung der Antifaschisten zu arbeiten.

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