Orbán: „Ungarn ist kein Einwanderungsland und will kein Einwanderungsland werden!“

Viktor Orbán (Foto: MTI)

Jean-Claude Junckers Interpretation der Solidarität sei weder mit EU-Recht noch mit der his­to­ri­schen Tradition in Ungarn im Einklang, schrieb der unga­ri­sche Ministerpräsident Viktor Orbán in sei­nem Antwortbrief an EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker.

Es sei aner­ken­nens­wert, dass der Kommissionspräsident Ungarns Bemühungen beim Schutz der EU-Außengrenzen aner­kenne, schrieb Orbán. Mit dem Bau des unga­ri­schen Grenzzauns sowie mit Ausbildung und Einsatz 3000 „Grenzjäger” schütze Ungarn die gemein­sa­men Grenzen, unter­strich der Ministerpräsident erneut.

Laut der unga­ri­schen Regierung ist die von Juncker auf­ge­zeigte Interpretation der Solidarität weder mit EU-Rechtsvorschriften noch mit der his­to­ri­schen Tradition in Ungarn im Einklang, so Orbán wei­ter. Ungarn habe im Gegensatz zu eini­gen bedeu­ten­den Mitgliedstaaten der EU keine kolo­niale Vergangenheit.

Die kolo­niale Vergangenheit die­sen bedeu­ten­den Mitgliedstaaten der EU habe dazu geführt, dass sie Einwanderungsländer gewor­den seien, heißt es in dem Schreiben. „Ungarn ist kein Einwanderungsland und will kein Einwanderungsland wer­den”. „Die Umgestaltung Ungarns zu einem Migrationsland“ könne nicht akzep­tiert wer­den, erklärte Orbán. Die von Juncker gefor­derte Solidarität bei der Flüchtlingsverteilung bedeute diese Umgestaltung, gegen den Willen der unga­ri­schen Bürger. Ungarn habe keine kolo­niale Vergangenheit und wolle jetzt nicht zu die­ser Konsequenz gezwun­gen wer­den. Solcher Zwang sei keine Solidarität, son­dern Gewalt, schrieb er.

Der unga­ri­sche Ministerpräsident sei ent­setzt, dass die Europäischen Kommission und der Kommissionspräsident Ungarn die Hälfte der Kosten für den Bau und den bis­he­ri­gen Betrieb des Grenzzauns nicht erstatte. Orbán sei davon über­zeugt, dass jeder, der den Grenzzaun nicht unter­stütze, die euro­päi­schen Bürger nicht schüt­zen könne und wolle.

Print Friendly

Für unse­ren täg­li­chen Info-Brief kön­nen Sie sich hier anmel­den.

Wenn Sie unsere Mission mit einer Spende unter­stüt­zen wol­len, kön­nen Sie dies gerne per PayPal oder auch in kon­ven­tio­nel­ler Form, per Bankzahlschein machen. 


IBAN: HU48135555551355201000014057, BIC: KODBHUHB, „Unser Mitteleuropa“ 

Wir sind für jeg­li­che Hilfe sehr dank­bar!