Kommt eine Verlängerung des ungarischen Grenzzauns nach Rumänien?

Foto: MTI

Der oberste Berater des unga­ri­schen Ministerpräsidenten für innere Sicherheit, György Bakondi erklärte dem staat­lich-unga­ri­schen TV-Sender M1, dass „vor eini­gen Wochen auf dem Mittelmeer eine mas­sive Flüchtlingsbewegung begon­nen hat”. Laut Bakondi ent­steht der­zeit eine neue Migrantenroute und „ das Ziel ist natür­lich Ungarn über Rumänien.”

Bakondi erwähnte auch, dass sich die Route nach der Verschärfung der unga­ri­schen Grenzkontrolle in Richtung ser­bisch-rumä­ni­sche Grenze ver­scho­ben hat, weil die Migranten über Rumänien nicht mehr so ein­fach nach Ungarn gelan­gen konn­ten. Der oberste Berater ver­si­cherte, wenn der Migrationsdruck wei­ter ansteigt, wird auch die Verteidigung der rumä­nisch-unga­ri­schen Grenze ver­stärkt wer­den.

György Bakondi sagte es nicht direkt, aber dies könnte auch die Verlängerung des süd­li­chen Grenzzaunsystems ent­lang der rumä­nisch-unga­ri­schen Grenze bedeu­ten. Diese Idee war bereits mehr­mals im Gespräch, jedoch wur­den bis dato keine Schritte zu deren Verwirklichung gesetzt. Erstmals wurde dar­über bereits im Jahre 2015 laut nach­ge­dacht, als der Grenzzaun an der ser­bisch-unga­ri­schen Grenze im Eiltempo auf­ge­stellt wurde. Bakondi äußerte sich dann heuer im April dazu, dass die Rumänen die Grenze streng kon­trol­lie­ren und es eine ord­nungs­ge­mäße Kooperation mit den unga­ri­schen Behörden gibt, und es des­we­gen der­zeit keine Veränderung im Bereich der Grenzkontrolle geben wird.

Noch vor zwei Monaten for­mu­lierte der Leiter der Ministerpräsidentenkanzlei, János Lázár in einer Regierungsinformation fol­gen­des: „Wir woll­ten an der süd­li­chen Grenze ursprüng­lich kei­nen Grenzzaun errich­ten, aber schluss­end­lich hat­ten wir keine andere Wahl. Wir hof­fen, dass wir dies­mal nicht wie­der dazu gezwun­gen wer­den.”

Die Verlängerung des Grenzzaunes wäre auch des­we­gen nicht über­ra­schend, weil die Fidesz  schon jetzt mit einer Kampagne für die Wahlen nächs­tes Jahr star­tet: Nur die Fidesz ver­tei­digt die Landesgrenze mit einem Zaun.

Quelle: 24​.hu/​b​e​l​f​o​l​d​/​2​0​1​7​/​0​9​/​0​4​/​j​o​h​e​t​-​a​-​h​a​t​a​r​z​a​r​-​m​e​g​h​o​s​s​z​a​b​b​i​t​a​s​a​-​r​o​m​a​n​i​a​-​fele/

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