Strache: Wir wollen keine Minderheit im eigenen Land werden!

HC Strache (Quelle: die Facebook-Seite von HC Strache)

Die FPÖ hat bei ihrem Wahlkampfauftakt am Samstag in Wels ihre Anhänger dar­auf ein­ge­schwo­ren, bis zur Wahl alles zu geben, um die FPÖ mög­lichst stark ins Ziel zu brin­gen. Nur so könne eine Fortsetzung von Rot-Schwarz ver­hin­dert wer­den, betonte Parteichef Heinz-Christian Strache, der vor allem die Gefahr der Islamisierung und des dro­hen­den Verlusts der Heimat ins Zentrum sei­ner Rede rückte.

Stimmungsmäßig setzte die FPÖ in der mitt­ler­weile blauen Hochburg Wels – seit 2015 stellt sie mit Andreas Rabl den Bürgermeister – auf Bewährtes: Schon ab 9:30 Uhr brachte die „John Otti Band“ die Fans in der nicht ganz gefüll­ten Welser Messehalle mit Schlagern wie „Wir sind eine große Familie“ oder dem Andreas Gabalier-Hit „Hulapalu“ in Stimmung, das Schwenken von rot-weiß-roten Fahnen und extra auf­ge­leg­ten FPÖ-Schals inklu­sive. Zu Klängen des Bombast-Klassikers „The Final Countdown“ zog die blaue Führungsmannschaft schließ­lich in die Halle ein.

Keine Minderheit im eigenen Land werden!

Die Stimmung zum Brodeln der laut Parteiangaben rund 7.000 Gäste brachte dann aber Altbewährtes. Sowohl der ober­ös­ter­rei­chi­sche FPÖ-Landesobmann Manfred Haimbuchner wie auch Vizeparteichef Norbert Hofer und Strache als Hauptredner wid­me­ten sich aus­führ­lich der Gefahr einer dro­hen­den Islamisierung des Landes. „Unser Ziel lau­tet: Herr im eige­nen Land zu blei­ben“, rief Strache sei­nen Parteigängern zu und ver­sprach vol­len Einsatz: „Wir wer­den alle ein­mal von die­ser Welt gehen (…) und mit Fug und Recht und Stolz sagen kön­nen, wir haben alles getan, damit euch eure Heimat nicht gestoh­len und nicht geraubt wird. Damit ihr nicht zur Minderheit im eige­nen Land wer­det.“

Verknüpft wurde das Thema mit dem aktu­el­len blauen Wahlkampf-Motto der „Fairness-Krise“ und dem Ziel, die Neuauflage der der­zei­ti­gen SPÖ-ÖVP-Koalition zu ver­hin­dern: Heute wür­den rot-schwarze und grüne Politiker „Wirtschaftsflüchtlingen und Asylanten, die nie­mals gear­bei­tet haben und nie ins Sozialsystem ein­ge­zahlt haben“, die Mindestsicherung „hin­ter­her­schmei­ßen“, so Strache. Pensionisten hin­ge­gen müss­ten mit durch­schnitt­lich 940 Euro aus­kom­men, warf er der Rot-Schwarzen Regierung Versagen vor – und ver­wies auf die blaue Forderung nach einer Mindestpension von 1.200 Euro.

Als Angstmacher und Hetzer diffamiert

SPÖ und ÖVP hät­ten in den letz­ten zehn Jahren Probleme weder recht­zei­tig erkannt noch recht­zei­tig dar­auf reagiert – im Gegensatz zur FPÖ, so Strache: „Wir Freiheitlichen haben pro­ble­ma­ti­sche Entwicklungen immer recht­zei­tig erkannt, immer recht­zei­tig dar­auf hin­ge­wie­sen und recht­zei­tig Lösungen ein­ge­for­dert. Aber da hat man nicht auf uns gehört, hat und als Angstmacher und Hetzer dif­fa­miert.“ SPÖ und ÖVP seien die „Verantwortungsträger, die auch 2015 nicht bereit waren, unsere Grenzen zu schüt­zen“.

Den in den letz­ten Monaten erfolg­ten „Rechtsruck“ in Sachen Migration nimmt Strache weder ÖVP noch SPÖ ab: „Der Shorty (Kurz, Anm.) ist seit sie­ben Jahren in die­ser Bundesregierung (…), er ist bei jedem Ministerratsbeschluss dabei, der hat jeden Unsinn, jede Belastung mit­be­schlos­sen. Und jetzt stellt er sich her und tut so, als wäre er nicht dabei gewe­sen.“ Kern wie­derum pro­gnos­ti­zierte Strache ein bal­di­ges Karriereende in der SPÖ: Er werde „der erste Kanzler sein, der sich kei­ner Wahl gestellt hat, aber der erste, der am 15. Oktober demo­kra­tisch abbe­stellt wird“.

Weiterlesen: info​-direkt​.eu/​2​0​1​7​/​0​9​/​1​6​/​s​t​r​a​c​h​e​-​w​i​r​-​w​o​l​l​e​n​-​k​e​i​n​e​-​m​i​n​d​e​r​h​e​i​t​-​i​m​-​e​i​g​e​n​e​n​-​l​a​n​d​-​w​e​rden/

Print Friendly

Für unse­ren täg­li­chen Info-Brief kön­nen Sie sich hier anmel­den.

Wenn Sie unsere Mission mit einer Spende unter­stüt­zen wol­len, kön­nen Sie dies gerne per PayPal oder auch in kon­ven­tio­nel­ler Form, per Bankzahlschein machen. 


IBAN: HU48135555551355201000014057, BIC: KODBHUHB, „Unser Mitteleuropa“ 

Wir sind für jeg­li­che Hilfe sehr dank­bar!