„Tag X – Kein Friede mit Österreich!“: Wiener Antifa ruft zu Bürgerkrieg auf

flickr.com/ Erich Ferdinand (CC BY 2.0)

Eine Regierungsbeteiligung der FPÖ gilt mitt­ler­weile als sehr wahr­schein­lich. Nicht nur der Umstand, dass die FPÖ in den Umfragewerten an zwei­ter Stelle liegt, und es gewohn­heits­ge­mäß so ist, dass das Wahlergebnis etwas deut­li­cher aus­fällt, spricht für eine Koalition mit FPÖ Beteiligung, son­dern auch der Misserfolg der rot-schwar­zen Regierung rückt ein Weitermachen die­ser Art in weite Ferne.

Für den Tag der Angelobung einer schwarz-blau oder rot-blauen Regierung hat sich die links­ex­treme Szene Wiens – die auch am G20 Gipfel im Hamburg prä­sent war – zum „Tag X“ auf­ge­ru­fen. An die­sem Tag soll eine große Demonstration, die auch Spielraum in die Illegalität lässt, die Angelobung ver­hin­dern. Hierzu auf­ge­ru­fen wird auf der Webseite: tag​-​x​.mobi.

Dort fin­den sich vier Maßnahmen, die man gegen die FPÖ unter­neh­men kann:

  1. Mobilisieren: Erzähl dei­nen Freund_innen von den Protesten, störe Wahlkampfstände der FPÖ, kom­men­tiere ihre Plakate!
  2. Organisieren: Bauen wir gemein­sam eine starke, hand­lungs­fä­hige Linke auf. Selbstorganisierung ist der erste Schritt! Nur wenn wir der Vereinzelung durch Organisierung und Bündnisse ent­ge­gen­wir­ken, kön­nen wir als anti­fa­schis­ti­sche Linke wie­der gesell­schaft­lich rele­vant wer­den.
  3. Demonstrieren: Komm mit uns am Tag X in Wien auf die Straße! Zeigen wir der künf­ti­gen rech­ten Regierung, dass wir die Regierungsarbeit zu stö­ren wis­sen.
  4. Widerstand: Lassen wir der FPÖ, ihren Fans und ihren „iden­ti­tä­ren“ Handlangern keine ruhige Minute! Weder am Tag X, noch davor oder danach. Antifaschismus bleibt eine Notwendigkeit!

Im Absatz dar­un­ter rufen sie zum Bürgerkrieg auf: „Kein Friede mit Österreich! Die Rechten zu Boden! Für die befreite, soli­da­ri­sche Gesellschaft, ohne Konkurrenz, Ausbeutung und Ideologien der Ungleichheit!“

Solange eine Regierung an der Macht ist, die mit der­ar­ti­gen Bedrohungen nicht umzu­ge­hen weiß, ist jeder nicht Linke in Österreich in Gefahr.

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