„In 20 Tagen Soldat“: Hintergedanke nicht schlecht, Umsetzung wäre katastrophal

Da die Bundeswehr in einem absurd schlechten Zustand ist, gab es vom Reservistenverband den Vorschlag, Ungenierte in einem Schnellkurs zum Soldaten zu machen. Die Absicht ist dabei, in zwanzig Ausbildungstagen Ungediente eine militärische Grundausbildung durchlaufen zu lassen, an deren Ende die Zertifizierung durch die Bundeswehr steht, hieß es in dem Konzept des Verbandes. Das Angebot sollte sich an Interessierte an einer militärischen Grundausbildung richten, die jedoch keinen Wehrdienst leisten wollten oder könnten.

Grundsätzlich ist die Idee, Deutsche zu den Waffen zu führen, ihnen eine Ausbildung zu geben und eine allgemeine Wehrfähigkeit aufzubauen nicht schlecht. Allerdings ist die Art der Umsetzung eine Katastrophe.

Jeder, der in seinem Leben irgendeine Art von militärischer Ausbildung genießen durfte, weiß, dass diese Handwerk nicht in 20 Tagen erlernt werden kann. Es widerspricht sogar jeder Form von Einsatzmöglichkeit, das Kriegshandwerk in 20 Tagen zu erlernen. Nicht nur, dass es nicht möglich ist, in einer so kurzen Zeit die Anwendungsstufe der Ausbildung zu erreichen, es ist zudem völlig fern der Realität.

Mit dem falschen Schluss „Wenn das Volk nicht zu uns kommt, müssen wir eben auf das Volk zugehen“, ruiniert man die Truppe. Das einzige, was hier hilft, ist eine allumfassende Wehrpflicht, für deutsche Männer.