Polen und Ungarn engagieren sich, um eine bedrohte Statue von Johannes Paul II. In Frankreich zu retten

Während in Frankreich die Statue von Papst Johannes Paul II. wie­der umstrit­ten wird, mischen sich nun Polen und Ungarn in den Fall ein. Alleine in Polen unter­schrie­ben 45.000 Menschen eine Petition gegen die Entfernung des Kreuzes, das an der Statue ange­bracht ist. Die Petition heißt „Gegen den Versuch einer Entfernung des Kreuzes und eine Berufung auf die christ­li­chen Wurzeln Europas.“

In den Vororten von Budapest mel­dete sich eine Schule frei­wil­lig, um das Kreuz, das womög­lich ent­fernt wer­den soll, anzu­neh­men, sollte die­ser Fall ein­tre­ten. Der Direktor die­ser katho­li­schen Schule, Szent Benedek (Budaörs), Gergely Czuczor, stellte bereits den Kontakt zum Bürgermeister der fran­zö­si­schen Stadt her, um den Transport des Kreuzes zu ermög­li­chen. „Wir als intel­lek­tu­elle Christen müs­sen klar­stel­len, dass wir ein Hort des Christentums blei­ben wer­den, und jedes „ver­folgte Symbol“ hier unter­ge­bracht wer­den kann.“, so der Direktor.

Auch der unga­ri­sche Außenminister, Péter Szijjártó, mel­dete sich in die­ser Angelegenheit zu Wort: „Ich will mich nicht ein­mi­schen, und wün­sche, den Plan der Franzosen nicht zu kom­men­tie­ren, aber ich finde es sehr schlimm für das Christentum, wenn christ­li­che Symbole unter­drückt und ent­fernt wer­den.“ Um die Entfremdung Europas durch ent­ge­gen­ge­setzt Ströme zu ver­hin­dern, machte er den Vorschlag, die gesamte Statue nach Ungarn zu schaf­fen.

In Polen, der Heimat des ehe­ma­li­gen Papstes, hat die­ses Thema sogar noch mehr Brisanz: So sagte Staatsoberhaupt Beata Szydło: „Johannes Paul II. Sagte, die Geschichte lehrt uns, dass sich die Demokratie ohne Werte in offe­nen oder getarn­ten Totalitarismus ver­wan­delt. Unser gro­ßer Pole, ein gro­ßer Europäer, ist ein Symbol eines christ­li­chen, ver­ein­ten Europas. Das Diktat der poli­ti­schen Korrektheit – die Säkularisierung des Staates – schafft Raum für Werte, die unse­rer Kultur fremd sind und die Europäer in ihrem Alltag ter­ro­ri­sie­ren. Die pol­ni­sche Regierung wird ver­su­chen, das Denkmal unse­res Landsmannes vor der Zensur zu bewah­ren, und wir wer­den vor­schla­gen, es nach Polen zu ver­le­gen, wenn die fran­zö­si­schen Behörden und die ört­li­che Gemeinschaft zustim­men. “

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