Uni Wien benutzt illegal Studentendaten: RFS prüft Anzeige

flickr.com/ Christina Holper (CC BY-ND 2.0)

Universität Wien miss­braucht Studentendaten für SOS-Mitmensch-Denunziantenaufruf – RFS prüft recht­li­che Schritte
Universität Wien sen­det über Studenten-Emailverteiler Aufruf von „SOS-Mitmensch“ aus

Viele Studenten des an der Universität Wien ange­sie­del­ten Masterstudiums „Internationale Entwicklung“ staun­ten nicht schlecht, als sie am 6. November einen Aufruf der Anti-FPÖ-Initiative „SOS-Mitmensch“ via Email erhal­ten haben. In die­ser Mail wird zu einem Kerzenmarsch gegen angeb­li­che Rechtsextreme in Ministerämtern der Republik mobi­li­siert. „Absolut absurd. Da haben sich einige Denunzianten, die immer wie­der ihren Hass gegen­über der FPÖ zei­gen, zusam­men­ge­rot­tet und miss­brau­chen hier­für die pri­va­ten Daten aller Studenten,“ zeigt sich der Obmann des Rings Freiheitlicher Studenten Wien, Markus Ripfl, scho­ckiert. „Der Skandal ist natür­lich, dass eine Mitarbeiterin der Universität Wien die Aussendung über die interne Studentenliste an alle Studenten des Masterstudiums „Internationale Entwicklung“ ange­ord­net und letzt­lich zu ver­ant­wor­ten hat. Der Name der Mitarbeiterin ist uns bekannt. Das ist ein kla­rer Missbrauch der Studentendaten, wir las­sen das recht­lich prü­fen und wer­den Anzeige gegen diese Dame sowie gegen die Universität Wien erstat­ten,“ so Ripfl. Private Daten von Studenten, die ein­zig und alleine für den Universitätsbetrieb gedacht seien, für poli­ti­sche Propaganda und noch dazu einen Spendenaufruf für den pri­va­ten Verein SOS-Mitmensch zu miss­brau­chen, sei laut Ripfl ein­fach nur ver­ant­wor­tungs­los und unrecht­mä­ßig. „Diese Dame muss von der Universität gekün­digt wer­den, da sie offen­bar mit pri­va­ten Daten nicht ver­ant­wor­tungs­voll umge­hen kann. Für die Organisationen, die ein demo­kra­ti­sches Wahlergebnis nicht akzep­tie­ren kön­nen, habe ich nur Mitleid über. Es tut jedoch gut zu sehen, dass der Großteil der Bürger mit den aktu­el­len Koalitionsverhandlungen gut leben kann und nur eine Minderheit rund um „SOS-Mitmensch“, die „Jüdische Hochschülerschaft“ und das „Mauthausen Komitee“, gegen ein demo­kra­ti­sches Ergebnis vor­ge­hen muss,“ so Ripfl abschlie­ßend.

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