Ungarns Außenminister: „Die Zuwanderung aus Afrika wird nicht versiegen“

Quelle: MTI

Illegale Migration hat end­lose Quellen in Afrika, und die Brüsseler Politik, die die Migration fördert, führt in eine Sackgasse, die die Sicherheit Europas gefährdet, sagte Außenminister Péter Szijjártó MTI am Donnerstag aus Abidjan in der Elfenbeinküste. Szijjártó ver­tritt Ungarn bei einem EU-Afrika-Gipfel und sagte, dass der Druck der Migration auf Europa weiter zunehmen werde, da ter­ror­is­tis­che Aktivitäten mehrere afrikanis­che Länder desta­bil­isieren und viele mit wirtschaftlichen Herausforderungen fer­tig wer­den.

Rund 400.000 Menschen, die sich auf dem Weg nach Europa befinden, haben sich bere­its in Libyen ange­siedelt, und die Bevölkerung Afrikas soll sich bis 2050 um 1,2 Milliarden ver­mehren, gibt Szijjártó zu bedenken. Der Gipfel hat gezeigt, dass europäis­che Politiken, die Migration als die beste Antwort auf demografis­che und arbeit­srechtliche Herausforderungen betra­chten, sehr gefährlich sind, fügte er hinzu. „Jede ermuti­gende Erklärung kön­nte dazu führen, dass Tausende oder Hunderttausende von Migranten nach Europa auf­brechen“, so der Minister.

„Ungarn will ungarisch bleiben. Wir wollen kein Einwanderungsland wer­den. Aus diesem Grund lehnen wir alle europäis­chen Entscheidungen ab, die die Migration aus Afrika oder aus einer anderen Richtung leicht fördern „, sagte er. Szijjártó traf den Premierminister der Elfenbeinküste und die Außenminister von Ägypten, Libyen, Ghana, Sierra Leone, Seychellen, Botswana und Niger. Mehrere Länder teilen die ungarische Position und sind bereit zu kooperieren, sagte er.

Mehrere seiner Verhandlungspartner bestätigten, dass sich die Zusammenarbeit zwis­chen Afrika und Europa auf drei Bereiche konzen­tri­eren sollte: Grenzschutz, Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung und Stipendienprogramme. „Ungarn ist bereit, in allen drei Bereichen eine wichtige Rolle zu übernehmen“, sagte Szijjártó und merkte an, dass Ungarn 976 staatlich finanzierte Stipendien für afrikanis­che Studenten an ungarischen Universitäten ange­boten habe.

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