Vona einem tschechischen Blatt: die Auswanderung und der Mangel an Demokratie stellen die größten Probleme in Ungarn dar

Jobbik-Parteivorsitzender Gábor Vona (Foto: ©2016 Balázs Béli - Alle Rechte vorbehalten)

Nicht die ille­gale Einwanderung sei das größte Problem Ungarns, son­dern die Auswanderung der unga­ri­schen Jugendlichen – meinte der Vorsitzende der Jobbik, der Spitzenkandidat der Partei, Gábor Vona beim Interview, das am Montag vom tsche­chi­schen libe­ra­len Organ Mladá Fronta Dnes ver­öf­fent­licht wurde.

Die Jugendlichen ver­las­sen das Land

Der Parteichef meinte: die Orbán-Regierung wolle bezwe­cken, dass das ein­zige Thema der Wahlkampagne die Einwanderung vor­herr­schen soll. „In der Zwischenzeit erfolgte jedoch, dass mehr als eine halbe Million unga­ri­sche Staatsbürger nach Westeuropa u.a. nach Deutschland, England oder Österreich aus­wan­der­ten. Das ist momen­tan das größte Problem Ungarns”- stellte Vona fest. Laut Vona pas­siert dies wegen der aus­sichts­lo­sen Situation der Jugendlichen in Ungarn.

Seiner Meinung nach sei die unga­ri­sche Demokratie bloß ein Schaufensterprodukt ein Schauspiel, Verpackung ohne Inhalt. Anscheinend exis­tier­ten die demo­kra­ti­schen Institutionen, aber deren Machthaber spiel­ten eine schwin­del­erre­gende Partie. „Und an der Spitze des Ganzen steht Viktor Orbán”- erklärte der Politiker.

Orbán behaup­tet eine „illi­be­rale Demokratie” auf­zu­bauen. Es ist zwar schwer zu sagen, was er damit meint, aber die Tatsachen spre­chen für sich. Der Generalstaatsanwalt unter­nimmt bei­spiels­weise gar nichts gegen die Korruption, obwohl das seine höchste Pflicht wäre – kon­sta­tierte Vona.

„Wenn Sie mich also fra­gen, wel­che die größ­ten Probleme Ungarns dar­stel­len, so sind unter gesell­schaft­li­chem Aspekt die mas­sen­hafte Auswanderung aus dem Land, aus dem poli­ti­schen hin­ge­gen der Mangel an Demokratie zu nen­nen.” – äußerte sich Gábor Vona.

Der Spitzenkandidat erklärte, dass er mit dem Land die EU nicht ver­las­sen wolle, und schließt die Möglichkeit der Kooperation mit Fidesz oder mit ehe­ma­li­gen lin­ken Regierungsparteien voll­kom­men aus. Im Falle eines erfolg­rei­chen Wahlergebnisses für seine Partei könne er sich nur die neu­ge­grün­de­ten Parteien als Koalitionspartner vor­stel­len.

Obzwar als popu­lärste Partei im Moment Fidesz führt, der Anteil der unsi­che­ren Wähler sei sehr groß. Somit würde die Kampagne der letz­ten drei Monate die Wahlpräferenzen beein­flus­sen – betonte Vona.

Quelle: alfa​hir​.hu/​2​0​1​7​/​1​2​/​0​4​/​v​o​n​a​_​g​a​b​o​r​_​j​o​b​b​i​k​_​e​l​v​a​n​d​o​r​l​a​s​_​k​o​r​m​a​n​y​v​a​l​t​a​s​_​d​e​m​o​k​r​a​c​i​a​_​v​a​l​a​s​z​t​a​s​_​o​r​b​a​n​_​v​iktor

 

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