Ungarn will mehr an EU zahlen

Quelle: MTI

Ungarn sei bereit, sei­nen Beitrag zum Haushalt der Europäischen Union für den nächs­ten Finanzierungszyklus auf 1,2 Prozent sei­nes Bruttonationaleinkommens zu erhö­hen, da der Brexit weni­ger Mitgliedstaaten belas­ten werde, sagte der Kanzleramtsminister János Lázár am Montag in Brüssel. 

Mit dem Austritt Großbritanniens wird die EU ohne eines ihrer wich­tigs­ten Mitglieder blei­ben, um sich den Herausforderungen zu stel­len, stellte János Lázár auf einer Konferenz fest. Damit dies gelingt, müs­sen die Mitgliedsstaaten mehr zum Haushalt bei­tra­gen, so Lázár: „Wir sind über­zeugt, dass man mit weni­ger Geld nicht mehr Europa haben kann“. 

Der Kanzlerminister sagte, er erwarte, dass die Europäische Kommission einen „offen­si­ven, küh­nen und pro­ak­ti­ven Haushaltsplan“ für den Finanzierungszyklus 2020–2027 ent­wirft, mit der Begründung, dass der aktu­elle Haushalt ein „defen­si­ver“ sei, der als Reaktion auf eine Krise erstellt wor­den sei.

Lázár sagte, die EU müsse ihre Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit ver­bes­sern, um stär­ker zu wer­den. Der Haushalt müsse ein­fa­cher und trans­pa­ren­ter gestal­tet wer­den, sagte er und fügte hinzu, dass die vom Vereinigten Königreich aus­ge­han­del­ten Rabatte gestri­chen wer­den soll­ten. Er sagte, dass sogar Nettozahler von EU-Kohäsionsfonds pro­fi­tiert hät­ten, weil sie sich als pro­fi­ta­ble Investitionen erwie­sen hät­ten. Lazar fügte hinzu, dass die Regierung möchte, dass Ungarn so bald wie mög­lich auch Nettozahler wird. 

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