Visegrád-Gruppe: „Unsere Länder wollen keine Einwanderungsländer werden“

(Foto: Szilárd Koszticsák – MTI)

Die Regierungschefs der vier Visegrád-Länder (Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei) haben sich am ver­gan­genen Freitag in der ungarischen Hauptstadt getrof­fen, um die Zukunftsfragen Europas zu disku­tieren.

Die Visegrád-Gruppe sprach sich in Budapest erneut gegen eine weit­ere Vertiefung der europäis­chen Integration aus. „Wir brauchen nicht ein (EU-)Imperium, son­dern einen Bund freier Nationen“, sagte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán nach dem Gipfeltreffen am Freitag. Der ungarische Regierungschef stellte nach dem Treffen mit seinen Amtskollegen fest, dass die EU einen „neuen Plan“ benötige und über eine neue Allianz freier Nationen gesprochen wer­den müsse.

Die mit­teleu­ropäis­chen Mitgliedsstaaten wollen hier­bei ein Mitspracherecht bei den Reformen der Union. „Grundsätzlich soll­ten die europäis­chen Gremien keine Themen aufw­er­fen, über die kein Konsens besteht“, sagte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico. Die V4-Staaten soll­ten in der EU zudem nicht als „schwarze Schafe“ behan­delt wer­den, so der slowakische Premier weiter. Europa müsse aus einem „gemein­samen Wörterbuch sprechen“. Die Visegrád-Länder lehnen die verpflich­t­en­den EU-Quoten zur Verteilung von Asylbewerbern weit­er­hin strikt ab.

Weiterlesen: ungarnheute.hu/news/visegrad-gruppe-unsere-laender-wollen-keine-einwanderungslaender-werden-36581

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