Orbán: Serbiens EU-Eintritt muss beschleunigt werden

Quelle: MTI

Ungarn werde den Beitritt Serbiens zur Europäischen Union „beschle­u­ni­gen“, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán am Freitag in einer Rede vor einem ungarisch-ser­bis­chen Wirtschaftsforum in Budapest.

Die Balkanregion müsse in die EU inte­gri­ert wer­den, sagte Orbán, und betonte, dass das Ziel der EU, den Prozess bis 2025 abzuschließen, ein „sehr weit ent­fer­ntes“ Datum sei. Die Integration der Balkanstaaten wird das wirtschaftliche Zentrum Europas vom Westen nach Mitteleuropa ver­lagern. Insbesondere in Bezug auf Ungarn sagte er, dass das Land gute Chancen habe, seine Wettbewerbsfähigkeit durch sichere Energieversorgung und wet­tbe­werb­s­fähige Energiepreise zu erhal­ten.

Orbán kündigte an, dass Ungarn bald ein Abkommen über den Import von jährlich 4 Milliarden Kubikmeter Gas aus Rumänien in 15 Jahren unterze­ich­nen kön­nte. Drei Unternehmen in ungarischem Besitz seien an den ersten drei Plätzen in einer Ausschreibung für das Gas, sagte er. Ab 2021 oder 2022 wird die Ära des rus­sis­chen Gasmonopols in Ungarn voraus­sichtlich enden, da mehr als die Hälfte des Gases, das das Land ver­braucht, aus Rumänien kom­men wird, sagte er.

Orbán stellte fest, dass die Verbindungsleitung für die Lieferungen auf der ungarischen Seite fer­tiggestellt ist, aber in Rumänien noch im Bau ist. Ana Brnabic, die ser­bis­che Ministerpräsidentin, sagte, dass ihr Land, sobald es ein voll­w­er­tiges Mitglied der EU ist, „nicht auf die Subventionen warten wird, son­dern Anstrengungen unternehmen wird, um die Gemeinschaft zu stärken“.

Brnabic sagte, dass das von der EU fest­gelegte Zieldatum für den Beitritt Serbiens 2025 akzept­abel sei und ver­sprach, dass ihr Land die Beitrittskriterien erfüllen werde. Sie hob Ungarn als „den engagiertesten Unterstützer“ der ser­bis­chen EU-Integration her­vor. In Bezug auf das Eisenbahnprojekt Budapest-Belgrad sagte Brnabic, dass es eine entschei­dende Komponente bei der Verbindung der Infrastruktur von Serbien und Ungarn sein würde, von der sie sagte, dass sie auch im Integrationsprozess von entschei­den­der Bedeutung sei. Sie fügte hinzu, dass die Vorbereitungen für weit­ere Transportprojekte im Gange seien.

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