Nur eine Lohnunion bringt finanzielle Gerechtigkeit in die EU

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Laut einem von Eurostat veröf­fentlichten Bericht wird in Luxemburg der höch­ste Mindestlohn gezahlt. Darüber hin­aus kann der Unterschied zwis­chen den EU-Ländern sogar acht­fach sein. Daher ist es nicht über­raschend, dass viele Menschen aus Osteuropa und Ungarn in den Westen gehen, um höhere Gehälter zu erhal­ten. Das Ergebnis ist Arbeitskräftemangel und demografis­cher Rückgang.

Eine Lösung kön­nte eine Lohnunion sein, die darauf abzielt, die osteu­ropäis­chen Löhne auf wes­teu­ropäis­ches Niveau anzuheben. Tatsächlich ist der Mindestlohn, in den 22 Ländern, in denen er besteht,  geset­zlich geregelt. Der höch­ste Mindestlohn in Luxemburg beträgt fast 2.000 EUR, der niedrig­ste in Bulgarien 261 EUR. Darüber hin­aus stufte Eurostat die Länder in drei Kategorien unter dem Gesichtspunkt des Mindestlohns ein.

Die erste Kategorie gehört zu den Ländern, in denen die Arbeitgeber weniger als 500 EUR zahlen müssen. Dies sind Bulgarien (261), Litauen (400), Rumänien (408), Lettland (430), Ungarn (445), Kroatien (462), die Tschechische Republik (478), die Slowakei (480). Auch wenn der Mindestlohn etwas höher liegt, sind Estland (500) und Polen (503) eben­falls in dieser Kategorie.

Die näch­ste Kategorie umfasst jene Länder, die den Mindestlohn zwis­chen 500 und 1.000 EUR vorschreiben. Dies sind Portugal (677), Griechenland (684), Malta (748), Slowenien (843) und Spanien (859).

Die dritte Kategorie gilt für die Länder, in denen die Arbeitgeber laut Gesetz mehr als 1.000 EUR zahlen müssen. Dies sind Großbritannien (1401), Frankreich und Deutschland (1498), Belgien (1563), die Niederlande (1578), Irland (1614) und Luxemburg (1999). Demgegenüber entspricht der Bundesminimumlohn in den Vereinigten Staaten 1.048 EUR.

Darüber hin­aus hat Eurostat die Kaufkraftparität (ppp) geprüft und ver­glichen. In dieser Hinsicht ist der wichtig­ste Unterschied dreifach, da dies auch die Differenz zwis­chen den Preisen berück­sichtigt.

Luxemburg blieb jedoch auch in diesem Fall führend (1597 pps), während Bulgarien mit 546 pps immer noch an let­zter Stelle steht. Der Unterschied ist jedoch viel geringer. In Ungarn beträgt der Mindestlohn 743 pps, womit das Land den 16. Platz unter den 22 Ländern ein­nimmt.

In der Tat verur­sacht der Unterschied zwis­chen den Löhnen eine interne Migration zwis­chen den europäis­chen Ländern. -Dies bedeutet, dass Menschen aus osteu­ropäis­chen Ländern auf­grund der besseren Löhne und Arbeitsbedingungen in den Westen gehen. Infolgedessen ver­lieren die osteu­ropäis­chen Länder ihre besten, qual­i­fiziertesten und gut aus­ge­bilde­ten Arbeitskräfte. Daher bre­itet sich der Arbeitskräftemangel in dieser Hälfte Europas zusam­men mit dem demografis­chen Rückgang aus.

So ist es nicht ver­wun­der­lich, dass in einem osteu­ropäis­chen Land eine poli­tis­che Partei Unterschriften sam­melte, um die Frage der Lohnunion auf den Tisch der Europäischen Kommission zu brin­gen. Die bedeu­tend­ste ungarische Oppositionspartei, Jobbik, ist es bere­its gelun­gen, regionale Verbündete für das Projekt zu gewin­nen, und sie haben bis Mai Zeit, 1 Million Unterschriften aus 8 EU-Mitgliedstaaten zusam­men zu sam­meln. Obwohl die ungarische Regierung ihr Projekt nicht unter­stützt, z. Der Oxforder Wirtschaftsprofessor Péter Róna unter­stützt dies.

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