Oppositionsparteien beraten über Jobbik-Beteiligung

Quelle: MTI

Vertreter von fünf Oppositionsparteien einigten sich auf die Notwendigkeit eines Regimewechsels, hat­ten aber eine scharfe Debatte darüber, ob sie vor einer bevorste­hen­den Parlamentswahl auf einer Konferenz am Donnerstag mit Jobbik kooperieren soll­ten oder nicht.

Ágnes Kunhalmi, Leiter des Kapitels der Sozialistischen Partei in Budapest, sagte, es sei möglich, eine „uneingeschränkte Zusammenarbeit“ der linken Oppositionsparteien für die Abstimmung am 8. April zu erre­ichen. Jobbik sei dafür „nicht nötig“, vor allem aus „ide­ol­o­gis­chen und moralis­chen Gründen“, aber auch weil diese Partei selbst jede Zusammenarbeit auss­chließe, sagte Kunhalmi auf der von dem Republikon-Institut und der Friedrich-Naumann-Stiftung mitor­gan­isierten Konferenz.

Sie zitierte Umfragen, die zeigten, dass die Hälfte der Wähler von Jobbik in den Wahlkreisen, in denen ihre Partei nicht kan­di­diert, für die regierende Fidesz stim­men würde. Viktor Szigetvári, der Premierminister von Együtt, sagte, die Opposition brauche keine Zusammenarbeit mit Jobbik, um in mehreren Wahlkreisen zu gewin­nen. Antal Csárdi, ein Versammlungsbeschwörer von LMP in Budapest, sagte, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als diese Partei zu dem Zweck einer Mehrheit im Parlament einzu­binden.

„Die Wahlmathematik kann nicht ohne Jobbik gemacht wer­den“, sagte Csárdi. Katalin Cseh, ein Vorstandsmitglied von Momentum, sagte, dass in den meis­ten Wahlkreisen „eine Veränderung nur durch Jobbiks Beteiligung her­beige­führt wer­den kann“.

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