Islam-Anwältin mit Vortrag an Bundeswehruni

Foto: Menendj / Wikimedia (CC BY-SA 2.5)

Im Rahmen einer geplan­ten Veranstaltung zum Thema „NSU“ lässt die Gästeliste der Vortragenden tief in die Ideologie der Indoktrination der Bundeswehr bli­cken. So darf auch Gül Pinar, wel­che ange­klagte Moslems im 09/​11 Prozess ver­tei­digte, als Rednerin auf­tre­ten.

Die nega­ti­ven Schlagzeilen um die Bundeswehr, ins­be­son­dere um die Helmut-Schmidt-Universität, neh­men in den letz­ten Tagen nicht ab. Wie Unzensuriertbereits berich­tete, müs­sen viele Soldaten auf Befehl am 28. März an einer Vortragsveranstaltung teil­neh­men, auf wel­cher lin­ken Aktivisten eine Bühne in Form eines Theaterstückes gege­ben wird. Im Rahmen der Veranstaltung wird es Vorträge und Diskussionen geben.

Eine Rednerin ist Gül Pinar. Sie ist Vertreterin meh­re­rer Kläger im „NSU-Prozess“. Dies ist jedoch nicht der erste pro­mi­nente Fall der in Istanbul gebo­re­nen Muslimin. Sie ver­trat auch den Angeklagten Abdelghani Mzoudi in den Prozessen um die Terroranschläge am 11. September 2001.

Dass ein Rechtsanwalt oft­mals unan­ge­nehme Fälle ver­tre­ten muss, ist eine Normalität, wel­che die­ser Beruf mit sich bringt. Ob Mörder, Vergewaltiger oder Terroristen – ein pro­fes­sio­nel­ler Anwalt muss kühl im Rahmen des Gesetzes für sei­nen Mandaten Partei ergrei­fen. Somit wäre auch die Verteidigung ver­meint­lich Beteiligter am ver­hee­ren­den Terroranschlag des 11. Septembers 2001, wel­cher Rechtfertigungsgrund für viele Kriege des 21. Jahrhunderts ist, ein nor­ma­ler, rein beruf­li­cher Akt.

Ein unschein­ba­res, fast in Vergessenheit gera­te­nes Interview aus der Zeitschrift Brigitte aus dem Jahre 2003, wel­cher den Titel „Anwältin des Bösen“ trägt, lässt jedoch aus heu­ti­ger Sicht tief in die Ideologie von Gül Pinar bli­cken. Dort spricht sie davon, dass sie Faschisten „aus per­sön­li­chen Gründen“ nie­mals ver­tei­di­gen würde. Für ver­däch­tige Mitwirkende eines isla­mis­ti­schen Terroranschlages mit über 3.000 Todesopfer gilt dies für sie nicht.

„Ich über­nehme keine Mandate von Sexualstraftätern und keine von Faschisten. Jetzt kann man fra­gen, wieso ich in die­sen Fällen Grenzen ziehe. Es sind ein­fach meine per­sön­li­chen“. Wenn sie hier expli­zit beschreibt, dass sie diese Grenzen aus per­sön­li­chem Empfinden setzt, sagt sie damit gleich­zei­tig auch, dass sie besagte Anschuldigungen dem Angeklagten gegen­über als weni­ger schwer­wie­gend emp­fin­det. Selbst auf die Frage, was sei, wenn es sich bei den zu Verteidigenden um über­le­bende Täter des direk­ten Anschlages han­deln würde, schließt sie nicht kate­go­risch aus, dass sie die Verteidigung über­neh­men würde.

Auch in einem alten Interview in der TAZ scheute sie nicht davor zurück, ihre Sympathien für den Islam zu bekun­den. So wird berich­tet, dass wenn ihr der Kragen platzt, sie sich auch mal nicht mehr beherr­schen könnte und Aussagen tätigt wie „Islamische Frauen haben der­weil Freiräume, von denen manch deut­sche Hausfrau nur träu­men kann!“ Für den Angeklagten lässt sie ihr per­sön­li­ches Mitgefühl durch­bli­cken: „Ich will nicht, dass er auf Guantanamo endet“.

Nun ist Gül Pinar in einem neuen Hochwertprozess betei­ligt. Sie ist Nebenanklagevertreterin von Opfern im „NSU“ Fall. Dies war das erste Mal, dass sie aus Eigeninitiative einen Fall unbe­dingt über­neh­men wollte. In einem Interview mit der Plattform nsu-tat­ort-ham­burg sprach sie über den Fall fol­gen­der­ma­ßen: „Es ist ein Rassismus der Gesellschaft, der von Institutionen auch auf­ge­nom­men wird. Die waren nicht aus­ge­bil­det genug, waren auch ras­sis­tisch und waren zu blind, um Aussagen zu inter­pre­tie­ren.“ In der Welt von Gül Pinar sind also Gesellschaft und Institutionen so stark von „Rassismus“ durch­zo­gen, dass sie sogar in ihrer Arbeit ein­ge­schränkt wer­den. Und die­sen Vorwurf rich­tet sie gegen die Behörden der seit jeher libe­ra­len und welt­of­fe­nen Stadt Hamburg.

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