Ungarn wird Infanteriewaffen selber herstellen

Quelle: MTI

Der Verteidigungsminister István Simicskó und die tschechis­che Verteidigungsministerin Karla Slechtová haben angekündigt, dass Ungarn Kleinkaliberwaffen für die Infanterie her­stellen wird. Der entsprechende Lizenzvertrag wurde am Mittwoch in Budapest von David Höfer, CEO von Ceská Zbrojovka Export, unterze­ich­net, und Roland Kránicz, CEO von MoD ARZENÁL Co., István Simicskó, sagte, dass Ungarn auf der Grundlage einer tschechis­chen Lizenz zunächst nur die Waffen zusam­men­bauen werde, ab Januar 2019 wird dann die volle Produktion in Ungarn begin­nen. Das werde rund 200 neue Arbeitsplätze schaf­fen, fügte er hinzu.

Der Minister stellte fest, dass die Entwicklung der ungarischen Verteidigungskräfte bere­its im let­zten Jahr begonnen hat und ein Wachstumspfad in Aussicht gestellt wurde. Dementsprechend wer­den sie bis 2026 plan­mäßig arbeiten, so dass die ungarischen Streitkräfte zu einer kampf­fähi­gen, pro­fes­sionellen Kraft wer­den. István Simicskó erk­lärte, dass die Ankündigung über die Herstellung von Kleinwaffen in Ungarn von his­torischer Bedeutung sei, was, wie er unter­strich, ein weit­erer Meilenstein in der Entwicklung der ungarischen Streitkräfte sei.

Er sagte: „Die ungarische Verteidigungsindustrie wird neu ges­tartet.“ Auf der Pressekonferenz sagte István Simicskó, dass sie während der Wiederbelebung der ungarischen Rüstungsindustrie die Kapazitäten der Rüstungsindustrie vor allem in Zusammenarbeit mit den V4-Ländern gestal­ten und ihr Militär weit­er­en­twick­eln will Fähigkeiten durch Multiplizieren der Stärke des anderen.

Der Minister sagte, dass auch eine Arbeitsgruppe von Experten an der Entscheidung beteiligt war, ein Abkommen mit der Tschechischen Republik über die Herstellung von Kleinwaffen zu schließen. Die unter dieser Lizenz hergestell­ten Waffen wur­den bere­its von Soldaten und Polizisten getestet. Die tschechis­che Verteidigungsministerin Karla Slechtová sagte, dass die Tschechische Republik alle Formen der Zusammenarbeit der Rüstungsindustrie zwis­chen den bei­den Ländern unter­stützt.

Laut ihr ist der jetzt in Budapest unterze­ich­nete Vertrag ein bedeu­ten­der Vertrag. Der Zehnjahresvertrag über die Produktion von 200.000 Schusswaffen hat einen Wert von 100 Millionen Euro. Die tschechis­chen Streitkräfte wer­den auch einige der in Ungarn hergestell­ten Waffen erhal­ten, fügte sie hinzu.

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