Schon wieder 4 Milliarden Euro: Fidesz versinkt im Korruptionsskandal

Nach den Informationen der Zeitung ’Magyar Nemzet’ sind mehr als 4 Milliarden Euro, also 1300 Milliarden Forint aus ungarischen Regierungskreisen in den let­zten Jahren ver­schwun­den, und auf ver­schiedene ara­bis­che Konten über­wiesen wor­den. Dies wohl, um das gestoh­lene Geld, über das, auch den inter­na­tionalen Terrorismus bewe­gende, zwei­gleisige Banksystem der ara­bis­chen Welt, in eigene Taschen zurück­zuschaf­fen.

Das Organ weiß mit Sicherheit, dass das FBI einen ungarischen Mann im Zeugenschutzprogramm der USA hält.

Der Informant der Magyar Nemzet wurde in Kenntnis gesetzt, dass nach dem Verdacht des FBIs auch der erwäh­nte Mann ein Teil der Kette war, wodurch in den ver­gan­genen Jahren die geschätzte Summe von 3–4 Milliarden auf ara­bis­chen Konten lan­dete.

Die Amerikaner ver­muten, dass die unglaublich hohe Summe die „fest­gelegten Kosten” der erfol­gre­ichen EU-Bewerbungen ein zurück­gegebener Bonus für Regierungspolitiker war.

Typischerweise wurde der Betrag aus der MKB (Ungarische Handelsbank), oder gele­gentlich aus anderen, unter der Fidesz-Regierungskontrolle ste­hen­den Banken als Bargeld behoben, danach liefer­ten die Boten (ein solcher war auch der von der FBI geschützte Mann) in Diamanten oder durch die Havala ins Ausland.

Nach der Ansicht des FBI kam ein bes­timmter Teil zu ara­bis­chen Investitionen, getarnt durch Strohmänner nach Ungarn zurück, wo davon Luxushotels, Schlößer und andere Immobilien gekauft wur­den.

Bei einer Pressekonferenz am Montag reagierte die größte ungarische Oppositionspartei, die Jobbik auf den frischen Korruptionsskandal der Fidesz. Der Abgeordnete der Partei, György Szilágyi erk­lärte: „Das größte Problem ist, dass das FBI diesen Verdacht den ungarischen Behörden bere­its vor einem Jahr meldete, die den in Ungarn gesuchten Betroffenen nicht ver­hören wollen”.

Laut dem Politiker taucht die Frage auf, warum die ungarischen Behörden den Fall nicht unter­suchen. „Vielleicht deswe­gen, weil sie genau wis­sen, wer dieser Mann ist, sie ken­nen jede Einzelheit des Falls und wis­sen ganz bes­timmt, es sei mit der Regierung und Viktor Orbán ver­bun­den”- sagte er.

Nach Szilágyis Ansicht wird das Bild langsam ganz, es wird immer ein­deutiger, warum die Freundschaft des auch im Drogen- und Waffenhandel und in der Geldwäsche ver­strick­ten, von FBI und der Interpol gefah­n­de­ten, saud­is­chen Ghaith Pharaon so wichtig war. Pharaon war ein Fachmann der Geldwäsche,  der dop­pel­bödi­gen ara­bis­chen Finanzwelt.

Wie bekannt, vor einem Jahr, im Jänner 2017 starb der ara­bis­che Geschäftsmann in Budapest, und pflegte er tat­säch­lich rät­sel­hafte Freundschaft mit dem ungarischen Ministerpräsidenten: er reichte beispiel­sweise einen Einbürgerungsantrag an die ungarischen Behörden, und es ist  auch heute nicht gek­lärt, ob er die ungarische Staatsbürgerschaft bekam, oder nicht. Mittlerweile kaufte die in seiner Firmengruppe gehörende „Pharaon-Delta-EntwicklungsGmbH” zwei Immobilien in Budapest auf: inter­es­san­ter­weise liegen beide Grundstücke in der unmit­tel­baren Nachbarschaft Viktor Orbáns. Nach dem Tode Pharaons machte der Innenminister, Sándor Pintér die geheimnisvolle Geschichte noch dubioser, als er auf die Fragen der Presse antwortete: „Beschäftigen Sie mit ihm nicht, er ist tot!“

Szilágyi meinte, dass es beson­ders merk­würdig ist, dass man mit 4 Milliarden Euro (1300 Milliarden Forint) übere­in­stim­mendes Geld in Amerika reinzuwaschen ver­sucht, genau so viel, wie im Fall des Ministers ohne Geschäftsbereich Lajos Kósa auf­tauchte. Unser Portal berichtete über das vor­letze „Fidesz-Skelett im Schrank”vor zwei Wochen: Über 4 Milliarden 350 Millionen Euro ver­fügte der Fidesz-Minister, Lajos Kósa, laut der vom Organ Magyar Nemzet veröf­fentlichten glaub­haften notariellen Urkunde. Seit der Veröffentlichung dieser Nachricht flieht Minister Kósa vor den Kameras der Presse, und die Sache ist bis heute im Zwielicht.

Szilágyi beurteilt die auf­tauchen­den Klagen so schw­er­wiegend, dass es eine Pflicht der Mitglieder der ungarischen Regierung wäre, vor der Öffentlichkeit auf die Fragen Antworten zugeben:

„Viktor Orbán soll vor den Fragen nicht flüchten, son­dern darauf antworten. Insofern er sich nicht klären kann, so wird es abso­lut egal, dass die Wahlen nur nach zwei Wochen stat­tfinden, müsse er aus dem öffentlichen Leben auf ewig abtreten.”- so der Politiker der Jobbik-Abgeordnete.

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