Für die Weltoffenheit: Kein Eintritt für Burschenschafter

Photo: privat/zVg

Was es braucht, um tole­rant gegen­über allem und jedem zu sein außer Menschen, die die eigene Meinung nicht tei­len? Anscheinend ein Studium der Philosophie und Politikwissenschaften sowie ein mit­tel­mä­ßig lau­fen­des Restaurant in der Lange Gasse 52, im ach­ten Wiener Gemeindebezirk. So wie Alexander Litsauer, der nicht nur das spa­ni­sche Tapaslokal Puerta del Sol betreibt, son­dern sich auch als Miteigentümer der „Wiener Gourmetfraktion“ aus­gibt. Er ver­bie­tet aller­dings in bekann­ter into­le­ran­ter Manier jeg­li­chen Mitgliedern von Studentenverbindungen den Eintritt in seine Räumlichkeiten.

Mit einem Schild „Für alle Schlagenden: Wir sol­len nicht hin­ein“ weist er die poten­ti­el­len Besucher gleich vor sei­nem Lokal auf seine Gesinnung hin und wird in Zeiten einer schwarz-blauen Regierung sicher nicht nur auf Gegenliebe tref­fen.

Obwohl er als Gastwirt natür­lich das Hausrecht hat, müsste man sich ange­sichts der stän­dig laut­hals wegen Diskriminierung auf­schrei­en­den links­ge­rich­te­ten Bevölkerung fra­gen, ob das nicht auch eine Art der Diskriminierung dar­stellt. Man stelle sich nur die Aufregung vor, wenn ein kon­ser­va­tiv gesinn­ter Gastwirt allen Linkswählern, Dreadlockträgern oder Homosexuellen den Eintritt in sein Restaurant mit­tels Hinweisschild ver­bie­tet.

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