Wagenknecht: Sorgen über Zuwanderung sind kein Rassismus

flickr.com/ DIE LINKE Nordrhein-Westfalen (CC BY-SA 2.0)

Die Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht warnte ihre eigene Partei davor eine „neugrüne-LifeStyle-Partei“ zu werden, die die „Traditionen und die Identität der ‘kleinen Leute’ verachtet“. Sie prangerte an, dass ihre Parteikollegen oftmals die berechtigten Sorgen, die durch die Zuwanderung hervorgerufen werden, ignorieren würden. Für Wagenknecht ist es „ganz sicher keine linke Politik, die Betroffenen dann vom hohen Ross des gutsituierten Politikers zu belehren, sie sollten die neue Vielfalt doch als Gewinn betrachten“.

Zudem behauptete sie, die neuen Probleme in der ärmeren Gesellschaftsschicht seien zwar nicht durch die Flüchtlinge entstanden, aber verstärkt worden. Als Beispiele nannte sie „Konkurrenz um schlecht bezahlte Jobs und bezahlbare Wohnungen, mangelnde öffentliche Sicherheit, Entstehung von Parallelwelten, in denen sich ein radikalisierter Islam ausbreitet“. Wagenknecht warnte: „Wer Probleme wegredet, dem hören die Leute am Ende eben nicht mehr zu.“ „Aber die Sorgen und der Unmut der Leute haben per se nichts mit Rassismus zu tun, sie sind das Ergebnis einer falschen Politik, und die zu attackieren ist die ureigene Aufgabe der Linken.“