Ungarn braucht den Freihandel: 90% des BIPs durch Exporte

Quelle: MTI

In Bezug auf das Treffen der Außenminister und des Außenhandels der EU sagte der Minister, dass es im grundle­gen­den Interesse Ungarns liegt, dass glob­ale Handelsstreitigkeiten nicht zu Handelskriegen führen soll­ten, son­dern so schnell wie möglich mit einem Konsens geschlossen wer­den soll­ten.

Ungarns Exporte machen fast 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes aus, über 100 Milliarden Euro im ver­gan­genen Jahr, und das pro Kopf investierte aus­ländis­che Kapital in Ungarn beträgt über 8.500 Euro. Daraus folgt, dass Ungarn stark von den glob­alen Handelsspannungen betrof­fen ist, die sich in let­zter Zeit zwis­chen großen inter­na­tionalen Akteuren entwick­elt haben. Jede Maßnahme, die den glob­alen Handel behin­dert, ist ungün­stig für Ungarn, sagte Szijjártó. Ungarn ist der Ansicht, dass die EU möglichst viele Freihandelsabkommen unterze­ich­nen sollte, sagte der Minister.

Aus diesem Grund begrüßte er, dass der Ausschuss für auswär­tige Angelegenheiten und Handel die EG ermächtigt habe, Gespräche mit Australien und Neuseeland aufzunehmen. Die ungarischen Exporte in diese bei­den Länder über­schre­iten 500 Millionen Euro, von denen die Hälfte durch die Fahrzeugindustrie repräsen­tiert wird, fügte er hinzu. Ungarn erwartet, dass die EG während der Gespräche den sen­si­blen Landwirtschaftsthemen Vorrang ein­räu­men wird, fügte er hinzu. Szijjártó sagte, es sei auch eine gute Nachricht für die ungarische Landwirtschaft und die Autoindustrie, dass der Rat die EG ermächtigt habe, ein Abkommen über den Freihandel mit Japan und Singapur zu unterze­ich­nen.

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