Wikipedia unterschlägt bewusst Informationen

Quelle: Pixabay

Wikipedia, die Informationsseite des Internets, die nur zu rund einem Prozent aus deutschen Inhalten besteht, kommt zunehmend in den Verdacht poli­tisch motiviert betrieben zu wer­den. Wie die Filmemacher Markus Fiedler und Dirk Pohlmannn in ihrem neuen Format Geschichten aus Wikihausen aufdeck­ten, ver­schweigt die Plattform bewusst brisante Informationen über Linke, während sie rechte Politiker und Aktivisten dämon­isiert.

Wussten Sie zum Beispiel, dass Anetta Kahane, Vorstandsvorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung (die Hate Speech in Sozialen Medien iden­ti­fiziert und entsprechend berät), Stasi-Mitarbeiterin war? Diese Information ist beispiel­sweise nicht auf Wikipedia zu finden, obwohl sie die Qualifikation Kahanes ern­sthaft in Frage stellt und auch ein fes­ter Bestandteil ihres Lebenslaufs ist.

Im Gegensatz dazu wird die AfD als „recht­spop­ulis­tisch mit recht­sex­tremen Tendenzen“ dargestellt. Weite heißt es dort: „In der Partei gibt es völkisch-nation­al­is­tis­che, ras­sis­tis­che, islam­feindliche und anti­semi­tis­che Strömungen.“ Dem AfD-Politiker Björn Höcke wer­den gar  „Rechtsextremismus, Geschichtsrevisionismus und teil­weise Übernahme nationalsozialistischenGedankengutes“ nachge­sagt.

Aber nicht nur Personen, auch sämtliche Konflikte der Welt wer­den von Wikipedia nicht sach­lich, son­dern immer mit dem Beigeschmack eines wer­tenden Kommentars behan­delt. Welches Thema auch immer in den let­zten Jahren welt­poli­tis­che Kontroversen aus­gelöst hat – Syrien, Krim, Ukraine, Giftgasanschläge, MH17, Skripal – Wikipedia trennt sorgfältig zwis­chen dem west­lichen Narrativ ein­er­seits und „Verschwörungstheorien“ ander­er­seits.

Auf jeden Fall gilt: Harte Fakten (Geburtsdaten, Einwohnerzahlen von Großstädten oder Ländern) kön­nen auf Wikipedia nicht verz­errt wer­den und sind deshalb (meis­tens) zuver­läs­sig. Sämtliche Themen, in denen Politik eine Rolle spie­len kön­nte (Ausländeranteil in Großstädten, Kriege und Konflikte, einzelne poli­tis­che Organisationen) sind nicht für bare Münze zu nehmen.

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