Türkei gegen Österreich: „Neuer Kreuzzug“

flickr.com/ Global Panorama (CC BY-SA 2.0)

Der türkische Präsident Erdogan droht Österreich. Der Grund dafür ist die neue Linie der ÖVP-FPÖ Regierung, die die Ausweisung von Imamen und die Schließung von Moscheen vorsieht. Erdogan will sich das nicht gefallen lassen und kündigt „deutliche Konsequenzen“ an.

„Ich fürchte, dass die Schritte des österreichischen Bundeskanzlers (Sebastian Kurz) die Welt zu einem neuen Kreuzzug führen“, sagte Erdogan am Samstagabend nach Angaben der Agentur Anadolu. „Ihr macht so etwas und wir sitzen tatenlos herum? Das bedeutet, dass auch wir einige Schritte unternehmen“, sagte Erdogan.

Kurz hatte die Ausweisung von bis zu 40 Imamen angekündigt, damit verbunden ist die Schließung von vorerst 7 Moscheen. Die Richtung stimmt also, mal sehen, ob Kurz diese harte Linie durchziehen kann. Bei den Imamen im Visier der Behörden handelt es sich um Geistliche der „Türkisch-Islamischen Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich“.

Sollte Österreich im Stande sein, diese Linie weiterzufahren, könnte es als Vorbild für die BRD wirken, die mit den gleichen Problemen in stärkerem Ausmaß zu kämpfen hat.