Jobbik: Mitteleuropa soll zur Region der Stabilität für die kommenden Jahrhunderte werden

Von Benutzer Olahus - in Übereinstimmung mit dem Artikel Ostmitteleuropa selbst erstellt, CC-by-sa 3.0/de, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=3774384

Der Präsident von Jobbik gab den Schritt in seiner Pressekonferenz am Montag bekannt und fügte hinzu, dass die Gespräche über den EU-Beitritt Serbiens eine his­torische Chance für die dort lebende ungarische Gemeinschaft darstellen. Tamás Sneider sagt, dass es für das Trianon-Friedensdiktat keine demokratis­che Antwort gegeben hat. Jobbik glaubt, dass dieses Trauma eine langfristige Lösung als Behandlung braucht und wenn es nicht passiert, kann es in den kom­menden Jahrzehnten vorkom­men, dass ein Viertel der ungarischen Gemeinschaft ganz oder teil­weise von ihren Rechten erlöst wird.

Nach Ansicht des Parteivorsitzenden kann eine demokratis­che Europäische Union es nicht zulassen, dass das Grundrecht der Selbstbestimmung hier ent­lang unserer Grenzen aufgegeben wird, während andere Gebiete Westeuropas unzäh­lige her­vor­ra­gende Beispiele für regionale und per­sön­liche Autonomie bieten. Der Politiker sagte, dass die Situation klar sei, dass unsere Gemeinden, die in den von Ungarn abgeris­se­nen Gebieten lebten, ihre Autonomiebemühungen artikuliert hät­ten, aber die ungarische Innenpolitik, dh die ungarischen Regierungen, bisher nicht bereit war, sich zu diesen Fragen zu äußern, gle­ich ob in inter­na­tionalen Foren oder in bilat­eralen Verhandlungen mit den Nachbarländern.

Mit der Behauptung, dass Jobbik diese Praxis aufgeben würde, sagte Herr Sneider, seine Partei strebe einen poli­tis­chen Diskurs an, der zeigte, welche große Chance Autonomie und Selbstbestimmung für alle bedeuteten – als Beispiel nan­nte er Südtirol mit seiner deutschsprachi­gen Mehrheit, Die Stadt wurde von Italien befreit und ist jetzt die reich­ste Provinz des Landes.

Mit der Unterstützung der ver­schiede­nen Autonomiebemühungen will Jobbik „Ostmitteleuropa zur Region der Stabilität für die kom­menden Jahrhunderte machen“, und die Partei will die Rechte der Ungarn nicht mehr unter den Teppich kehren lassen. Um diese Ziele zu erre­ichen, wird die von Jobbik-Abgeordnete István Szávay geleit­ete Arbeitsgruppe „Autonomie“ bald einen Dialog mit Politikern aus den Nachbarländern aufnehmen. Herr Sneider hat auch die Notwendigkeit eines kon­struk­tiven Ansatzes seit­ens der ungarischen Regierung betont.

Er stellte jedoch fest, dass Staatssekretär Csaba Dömötör eine ziem­lich gegen­sät­zliche Herangehensweise an den Tag gelegt habe, als er den Jahrestag dieser nationalen Tragödie zum Feiern erk­lärte. Wie es sich aus­drückte, hofft Jobbik, dass der Fidesz erken­nen würde, dass die ungarischen Volksgruppen nicht zur Stimmmaximierung genutzt wer­den soll­ten. Stattdessen soll­ten ihre Rechte garantiert wer­den. Auf unsere Frage antwor­tend, sagte er, dass mehrere Abgeordnete in die Arbeitsgruppe aufgenom­men wür­den, und er erwäh­nte auch Koloman Brenner, der zu den Bemühungen beitra­gen würde. Das erste Treffen wird die beste­hen­den Autonomierechte in Europa disku­tieren und analysieren und die Schlussfolgerungen ziehen.

Auf unsere Bemerkung, Herr Dömötörs Antwort sei nicht nur merk­würdig für seinen Stil, son­dern auch für die Tatsache, dass er das Wort „Autonomie“ über­haupt nicht aus­ge­sprochen habe, sagte Sneider, es zeige deut­lich, dass die Orbán-Regierung nichts anderes als das Ethnische betrieb Ungarische Stimmen und es ist nicht bereit, einen echten Kampf für die nationale Unabhängigkeit gegen die Europäische Union zu führen.

„Wenn es so weit­ergeht, wer­den wir die his­torische Chance ver­lieren, die sich aus dem EU-Beitritt Serbiens ergibt“, warnt Sneider. Wenn die Fidesz „die Nation buch­stäblich ver­rät, indem er sich weigert, sich mit der Autonomie zu befassen“, dann wird eine Viertelmillion Ungarn die Chance für eine ehrliche regionale und per­sön­liche Autonomie ver­lieren, die mit einer wirtschaftlichen Entwicklung ver­bun­den wäre. Abschließend stellte der Präsident fest, dass die Regierung sich auf Jobbik ver­lassen kön­nte, wenn die Regierung endlich ein Konzept für die Bedingungen für den EU-Beitritt Serbiens vor­legen kön­nte.

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