Szijjártó: Einer Brexit-Kompromiss dient Ungarns Interessen

Quelle: MTI

Den Interessen Ungarns und der Europäischen Union würde der Abschluss eines Abkommens zwis­chen der EU und Großbritannien gedi­ent, sagte Außenminister Péter Szijjártó am Montag in London. Szijjártó nahm an einem Forum teil, bei dem Börsenleiter der Länder der Visegrád-Gruppe aus der Tschechischen Republik, Ungarn, Polen und der Slowakei an der Londoner Börse vorgestellt wur­den.

Er wird auch bilat­erale Gespräche mit Verteidigungsminister Gavin Williamson führen. Ungarn hält es für beson­ders wichtig, die sicher­heit­spoli­tis­che Zusammenarbeit mit Großbritannien aufrechtzuer­hal­ten, da die EU vor ern­sthaften Sicherheitsherausforderungen stehe und die britis­chen Kapazitäten der Nachrichtendienste in dieser Hinsicht nicht außer Acht gelassen wer­den soll­ten, sagte Szijjártó gegenüber MTI. „Europa kann es sich nicht leis­ten, diese Kapazitäten nicht zu nutzen“, fügte er hinzu.

Großbritannien beteiligt sich direkt an 12 der 15 EU-Außenmissionen, die im Rahmen der gemein­samen Sicherheits- und Verteidigungspolitik durchge­führt wer­den, und wenn London sich von diesen zurückzieht, wer­den die Missionen entweder eingestellt oder ihre Kapazitäten wer­den drastisch sinken. Die Briten sind in einer Reihe von inter­na­tionalen Missionen präsent, die für Ungarn wichtig sind, auch im west­lichen Balkan, fügte er hinzu. Britische und ungarische Soldaten haben in der Vergangenheit an mehreren Übungen teilgenom­men und Ungarn möchte diese Zusammenarbeit fort­set­zen, sagte Szijjártó. Es liegt auch im Interesse Ungarns, dass ein umfassendes Freihandelsabkommen zwis­chen der EU und Großbritannien als Ergebnis der Brexit-Gespräche unterze­ich­net wird.

Ungarns Standpunkt ist, dass ein fairer Brexit zu einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit führt, die den bilat­eralen Handel im Einklang mit einem Freihandelsabkommen regelt und nicht nach den all­ge­meinen Regeln der WTO. Die ungarische Regierung glaubt, dass ein gerechter Brexit auch den Schutz der Rechte der in Großbritannien leben­den, arbei­t­en­den und studieren­den ungarischen Bürger bein­hal­ten wird, sagte er.

Quelle: staatliche ungarische Nachrichtenagentur (MTI)

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